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  • Finanzchef des Wien Museums wechselt in die Holding.
    Christian Kircher, seit 2005 Finanzchef des Wien Museums, wird Leiter der Bundestheater-Holding. Das teilte Kulturminister Josef Ostermayer, der sich mit dieser Entscheidung offenbar über die kolportierten Empfehlungen der Findungskommission hinweggesetzt hat, am Donnerstag vormittag mit.
    Kircher ist gebürtiger Kärntner des Jahrgangs 1965 und studierte an der WU Wien. Sein neues Amt tritt er am 1. April 2016 an. Bis dahin führt der interimistische Nachfolger des im Gefolge des Burgtheater-Finanzskandals zurückgetretenen Georg Springer, Günter Rhomberg, die Geschäfte weiter.
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  • Kasper Holten kündigt nach Regie-Eklats in Covent Garden
    Der Intendant geht nach der Premiere seiner Meistersinger-Inszenierung im März 2017 nach Kopenhagen, „um die Kinder großzuziehen“

    Überraschung in London: Intendant Kasper Holten (er hat zuletzt in Wien „Idomeneo“ inszeniert) will seinen Vertrag nicht, wie erwartet, bis über 2020 hinaus verlängern, sondern bat lediglich um eine Verlängerung um sieben Monate vom Sommer 2016 bis zum März 2017. Zu diesem Zeitpunkt will er als Regisseur im Verein mit Chefdirigent Antonio Pappano eine Neuproduktion von Wagners „Meistersingern“ herausbringen. Danach möchte er nach Kopenhagen ziehen. Dort, so teilte er seinen Mitarbeitern brieflich mit, sollten seine Kinder großgezogen werden und in die Schule gehen.
    Insider vermuten, dass Holten die Konsequenz aus zum Teil niederschmetternden Reaktionen des Publikums auf Neuproduktionen in seine Ära gezogen hat. Zuletzt war Daniele Michieletto (man erinnern sich seiner „Bohème“ an der Autobahnraststätte in Salzburg) wegen einer drastischen Vergewaltigungsszene während der Ballettmusik von Rossinis „Tell“ kräftig ausgebuht worden. Die Premierenvorstellung war für einige Minuten durch Proteststürme gestört.
    Einige der privaten Sponsoren des Royal Opera House zeigen wenig begeistert von dem modischen Regie-Kurs, den Holten unter dem Druck einiger journalistischer Stimmungsmacher steuert. Der „Guardian“ schrieb, Covent Garden müsse "sein Verhältnis zum Publikum überdenken" – die szenischen Innovationen scheinen dem Rezensenten wegen der Differenzen zwischen exzellenter musikalischer Qualität und „schwachen szenischen Standards“ nötig. Einige der potentesten privaten Geldgeber und offenkundig auch lautstarke Teile des Londoner Publikums sehen das ganz anders. Interessant, dass die in deutschsprachigen Landen langsam schon wieder abschwellende Diskussion über das sogenannte „Regietheater“ nun ins bis dato dagegen immun scheinende London überzuschwappen scheint . . .
    Als mögliche Kandidaten für den Posten des Intendanten in London nennt die englische Gerüchtebörse die Regisseure Graham Vick und Pierre Audi.
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  • Philharmonische Konzerte: künftig auch online
    Ein neues Klassik-Portal, das vom ORF in Zusammenarbeit mit Unitel 2016 online gehen soll, will die Opern- und Konzert-Szene ins 21. Jahrhundert, also ins World Wide Web führen. Als erster, gewichtiger Schritt wurde mit den Wiener Philharmonikern vereinbart, dass künftig drei der zehn Abonnementkonzerte des Orchesters, die rettungslos ausabonniert sind, in HD-Qualität im Netz zu sehen und zu hören sein werden. Das wurde im Zuge der Vertragsverlängerung zwischen dem Orchester und dem öffentlich rechtlichen Sender - Neujahrskonzerte und Sommernachtskonzert bleiben bis 2022 Sache des ORF - ausverhandelt. Die Aufzeichnungen aus dem Musikverein werden dann auch in ORFIII und im Unitel-Pay-Kanal "Classics" ausgestrahlt.
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  • "Die Winterreise", illustriert
    Der Brahmssaal wird am kommenden Montag während Florian Boeschs Liederabend durch eine Wiener Künstlerin zum Klang-Raum umgestaltet

    Siebdrucke von Evelyn Grill werden am kommenden Montag im Brahmssaal des Wiener Musikvereins gezeigt, während Florian Boesch und Pianist Justus Zeyen die "Winterreise" interpretieren. Die Bilder sind von Schuberts Liederzyklus inspiriert. Schubertianer, die nach der Erfahrung mit einem ähnlichen Projekt bei den Wiener Festwochen im Vorjahr nun skeptisch sind, weil die damals gezeigten Video-Sequenzen kaum in irgendeine sinnvolle Verbindung mit Wilhelm Müllers Gedichten zu bringen waren, können beruhigt sein: Die Arbeiten Evelyn Grills sind abstrakt und, wie die Künstlerin betont, "weder als Illustration der Lieder Schuberts gedacht, noch maße ich mir an, Absichten und Intention des Komponisten absolut verstanden und in eine visuelle Form übersetzt zu haben." Vielmehr soll der Brahmssaal durch das im Musikverein erstmalige Experiment zum "begehbaren Raum" werden, in dem "zwei Kunstgattungen zusammengeführt" werden. Grills Arbeiten werden auf Grund ihres großen Formats selten ausgestellt. Die 24 Siebdrucke (320 mal 150 cm) waren zuletzt anlässlich der Schubertiade in Schwarzenberg zu sehen. www.musikverein.at
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  • Elisabeth Schwarzkopf (1915-2006)
    zum 100. Geburtstag


    Die Hugo Wolf Akademie in Stuttgart zeigt aus Anlass des 100. Geburtstags der großen Sopranistin Elisabeth Schwarzkopf eine Ausstellung, in der auch Dokumente aus der Sammlung des Schwarzkopf-Museums in Hohenems zu sehen sind. Unter anderem der aufregende Bericht, den der Vater der Sängerin, Friedrich Schwarzkopf, über die Geburt seiner Tochter verfasst hat. Er sei im Gedenken an die große Künstlerin hier zitiert:

    Der 9. Dezember 1915

    Nachmittag ca. 4h wurde unsere Elisabeth geboren, in Jarotschin, Breslauerstr. 7, im 2. Stock, in dem grossen Schlafzimmer, das nach der Strasse zu lag – Das Drama spielte sich auf des Messers Schneide ab: Die Hebamme war da – Polin – ich ebenfalls, weil sich L. sehr quälen musste und die HA meine Hilfe verlangte – alle Qualen, Anstrengungen u. Bemühungen der HA schienen umsonst zu sein; plötzlich aber sagte sie: Wir müssen Ihre Frau aufstellen – das ist das einzige, was ich noch machen kann! Gesagt, getan: einen Arm um meinen [Wort unleserlich] gelegt, den anderen um die Schultern der Mutter u. die HA kniete vor ihr, ein Entsetzens- und Erlösungsschrei gellte durch den Raum – aber das Neugeborene lag in den Händen der HA: ein Mädchen! L. war ohnmächtig ins Bett zurück gesunken – ich schrie ihr ins Ohr: Liesel, Dein Kind! – Sie schlug die Augen wieder auf: Sie suchten! Aber schon brachte die brave Helferin das gebadete Mädchen vor ihre Augen und L. berührte das kleine Köpfchen, das soviel Anstrengung und Schmerzen verursacht hatte. Mein Bataillonsarzt Dr. Cohn, den ich vorsorglich gebeten hatte, war inzwischen auch erschienen und konnte zu seiner Freude und zur Vervollständigung unseres Glückes feststellen, dass alles in bester Ordnung u. in besten Händen sei, und fuhr wieder nach Krotoschin zurück. Dort lag mein Bataillon. Nun kann u. muss ich ja erst berichten – es war ja Krieg!
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  • Makellose Tonschönheit für Gottfried Heinr. Stölzels "Bist du bei mir"
    (zur Zeit der Aufnahme fälschlich noch Bach zugeschrieben).

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  • Emmanuel Tjeknavorian triumphierte in Helsinki
    Der österreichische Geiger Emmanuel Tjeknavorian, Student in der Meisterklasse von Gerhard Schulz, errang beim Sibelius-Wettbewerb in Helsinki nicht nur den zweiten Platz, sondern vor allem den Preis für die "beste Interpretation des Sibelius-Violinkonzerts". Es ist das erstmal, dass einem österreichischen Bewerber das gelang.
    Via "yle" lassen sich die Aufführungen der letzten Wettbewerbsrunde im Internet abrufen.
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  • Emmanuel Tjeknavorian beim Sibelius-Wettbewerb

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  • Umbesetzung in der "Sache Makropulos"
    Rainer Trost ist erkrankt und kann an der Premieren-Serie von Janaceks "Sache Makropuols" in der Inszenierung von Peter Stein nicht mitwirken. Der slowakische Tenor Ludovit Ludha, Ensemblemitglied des Opernhauses von Pressburg, springt ein.
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  • Stephen Gould nimmt eine "Auszeit":
    Christian Franz singt den Siegfried


    Heldentenor Stephen Gould nimmt aus privaten Gründen und auf Anraten seiner Ärzte eine Auszeit und hat seine Mitwirkung an der kommenden Wiener Aufführung von Wagners "Ring des Nibelungen" abgesagt. Christian Franz, der die beiden Siegfried-Partien (2006 bzw. 2008) im Haus am Ring bereiets gesungen hat, springt ein (17. Jänner: Siegfried, 24. Jänner: Götterdämmerung).

    Stephen Gould soll Anfang Februar in Linz anlässlich der ersten europäischen Aufführung von William Bolcoms "McTeague - Gier nach Gold" die Titelpartie verkörpern und in der Karwoche für die traditionellen Vorstellungen von Wagners "Parsifal" nach Wien zurückkehren.
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  • CD TIPP: The Sound Of Weimar - www.alpha-classics.com

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  • Lise Lindstrom als Salome (Foto: Staatsoper/Pöhn)

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  • Atemberaubend: Lise Lindstroms "Salome"
    Richard-Strauss-Fest an der Staatsoper: Am Abend nach einem rundum feinen, komödiantischen "Rosenkavalier" ereignete sich eine schlicht atemberaubende "Salome". Lise Lindstrom bringt für die Titelpartie wirklich alle Voraussetzungen mit. Sie sieht aus wie ein Model, weiß ihre Reize verführerisch einzusetzen, geht - buchstäblich - über Leichen und kann auch die heikle Schluss-Szene in der von Oscar Wilde imaginierten Mischung aus Perversion und höchster Lust fesselnd erzählen. Dazu singt sie mit einem vom ersten Moment an kraftvoll und sicher fokussiertem Sopran, der selbst die wütendsten orchestralen Attacken mühelos durchdringt. Für einen Moment denkt man während der intensiven Auseinandersetzung mit dem von Tomasz Konieczny nicht minder effektvoll gesungenen Jochanaan, ob diese Sängerin imstande sein würde, diesen Kraftakt bis zum Ende durchzuhalten. Doch sogleich schlagen die Stimmen und das Orchester unter dem umsichtigen, souverän organisierenden Dannis Russell Davies mittels prachtvoll changierendem Farbenspiel die Aufmerksamkeit wieder in Bann. Und, ja: Lise Lindstrom hält durch. Mehr noch: Sie singt den Schlussgesang mit leuchtendem, schlank-jugendlichem Ton.
    Das gehört durchaus zu den Sternstunden der reichen Wiener Strauss-Interpretationsgeschichte. Zumal auch eine Debütantin gute Figur macht: Carole Wilson stellt sich als Herodias vor, machtvoll königlich degradiert sie den Herodes von Herwig Pecoraro zum stichwortbringenden Sohn eines "Kameltreibers". Wer Strauss liebt, darf das nicht versäumen. So intensiv ist "Salome" auch in Wien nicht alle Tage zu erleben. (Noch einmal am 10. Dezember - auch via staatsoperlive.com
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  • Die Scala-Saison ist eröffnet: 
    Anna Netrebko als Giovanna d'Arc war auch im TV zu erleben 

    Die 
    Netrebko, gewiss; und der Ehrgeiz eines frischgebackenen Chefdirigenten: Aber dass Giuseppe Verdis „Giovanna d’Arco“ nie auf den Spielplänen aufscheint, hat seine Gründe. Kraus ist die historisch völlig verdrehte Geschichte, kraus die verhatschte Dramaturgie; und enttäuschend das völlige Ausbleiben der bei Verdi immer erwarteten Ohrwürmer. Kein Wunder, dass die Mailänder Scala 150 Jahre lang einen Bogen um das Werk gemacht hat.
    Kein Wunder auch, dass der Zwischenapplaus anlässlich der Saisoneröffnung 2015 meist gleich wieder verebbte. Das illustre Galapublikum in Italiens erstem Opernhaus erwartet anderes, wurde diesmal freilich mit dem Auftritt der Primadonna unserer Tage belohnt. Die Netrebko, das konnten auch Zaungäste konstatieren, die via TV-Übertragung dabei waren, macht aus allem etwas. Die Johanna von Orleans singt sie gern. Schon bei den Salzburger Festspielen hat man das 2013 konzertant erfahren. Auch damals war Franceso Meli ihr Partner, der ein Liebesduett mit ihr zu singen hat und dem beseelten, um ein Wort von Richard Strauss zu verwenden: stets mit roten Blutkörperchen gefüllten Gesang ein solides tenorales Gegengewicht zu bieten. Wo sich die Titelheldin in ätherisch 

    Anna Netrebko in "Giovanna d'Arco"  (Foto: Brescia-Amisano/Teatro alla Scala) 
    schwebenden Piani verliert, kontert König Karl VII. in gehauchtem Falsett. Im Forte liefert er die nötigen kraftvollen Phrasen; mit der Verinnerlichung, der ausdrucksvollen farblichen Differenzierungskunst der Netrebko kann er naturgemäß nicht mithalten.
    Wacker schlug sich der für den erkrankten Ludovic Tezier eingesprungene Bariton David Cecconi, der freilich den dramaturgischen Spagat nicht im geringsten bewältigte, den Verdis Librettisten hier verlangen: Der eigene Vater klagt die Tochter wütend der Hexerei an, erkennt später seinen Irrtum und versöhnt sich mit ihr, bevor sie gegen die Engländer in die Schlacht zieht und auf dem Felde der ehre zu Tode kommt; nicht ohne noch ein rührendes Gebet an die Jungfrau Maria zu singen. Da stimmt historisch gar nichts. Aber, was noch schlimmer ist, das lässt sich auf der Bühne gar nicht glaubwürdig realisieren. Das Regisseurs-Team Leiser & Caurier hat die Geschichte daher als Delirium einer Sterbenden inszeniert. Die Perchten stürmen ins Krankenzimmer, eine Grottenbahn- und Minimundus-Szenerie inklusive kleiner Replik der Kathedrale von Reims bildet das Ambiente, in dem immerhin der Chor reiche Ernte hält und fabelhaft singt. Wie auch das Scala-Orchester unter Riccardo Chailly, so weit sich das via TV beurteilen lässt, klangschön musizierte; jedenfalls hielt man sich durchwegs anschmiegsam an die Bedürfnisse der Sänger. Gewisse Momente dieser Partitur klingen wie eine Bestätigung der schlimmsten Vorurteile, die man in deutschsprachigen Landen gegen die Italianita auf der Opernbühne hegt: Am lustigsten legen die Musikanten dort los, wo die Jungfrau am Marterpfahl die kriegerischen Ereignisse kommentiert; Verdi war noch nicht ganz Verdi. Aber Scala bleibt Scala: Die Saison ist eröffnet, die Seitenblicke-Gesellschaft zeigte ihre Juwelen. Und im Jänner gibt es an der Scala für Verdianer ja auch schon wieder „Rigoletto“ . . . 

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  • Nach Nikolaus Harnoncourts Rückzug -
    Styriarte: Karten für Beethovenzyklus werden nicht zurückgenommen

    Die Festival-Leitung der Grazer "Styriarte" teilt in einer Aussendung mit, dass der für Sommer 2016 geplante Beethoven-Zyklus nach dem Rückzug des Dirigenten auch ohne Nikolaus Harnoncourt mit dem Concentus Musicus stattfinden wird. Im Wortlaut: "Das zentrale Element der styriarte 2016 ist der Beethoven Zyklus, sodass sich nun eine schwierige Lage für uns als Veranstalter ergibt. Zu Verkaufsstart der styriarte 2016 haben wir an Sie appelliert, die Freude, aber auch die Risiken eines solchen Projekts mit uns zu teilen. Diese Situation ist nun eingetroffen und es gilt für alle Karten des Beethoven Zyklus, dass eine Rückgabe ausgeschlossen ist. Wir werden den Beethoven Zyklus mit dem Concentus Musicus Wien, Harnoncourts eigenem Orchester, durchführen. Dieses epochale Projekt wird mit anderen Dirigenten und Dirgentinnen, aber inspiriert von Nikolaus Harnoncourt, ein großartiges Erlebnis werden, und wir bitten um Ihr Vertrauen, dass wir für Sie in den kommenden Wochen wunderbare neue Lösungen finden werden. Wir werden Sie über alle Neuigkeiten auf unseren Kanälen (Newsletter, Serviceletter, Website, Facebook) auf dem Laufenden halten.
    Es gilt nun für uns in der styriarte in eine neue Zukunft zu gehen und wir hoffen, dass Sie uns auch auf diesem spannenden Weg begleiten."
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  • Theater an der Wien: Stefan Gottfried statt Nikolaus Harnoncourt.
    Stefan Gottfried übernimmt von Nikolaus Harnoncourt die Leitung der konzertanten Aufführung von Ludwig van Beethovens ,,Fidelio" im Theater an der Wien am 17. Jänner 2016 zur Feier des zehnjährigen Jubiläums der Rückwidmung des Hauses zum Opernhaus. Nach dem Rückzug Harnoncourts von den internationalen Bühnen ist diese Umbesetzung notwendig geworden. Die Besetzung mit Juliane Banse und Michael Schade bleibt wie angekündigt.
    Stefan Gottfried hat als Cembalist in den vergangenen Jahren mit Nikolaus Harnoncourt immer wieder gearbeitet und soll die von Harnoncourt erstellte Spielfassung der zweiten, 1806 uraufgeführten Version der Oper für diesen Abend in enger Abstimmung mit Harnoncourt einstudieren, kündigt das Management des Theaters an der Wien an.
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  • "Der Rosenkavalier": 11., 16. und 19. Dezember 
    Staatsoper Feine Schattierungen im "Rosenkavalier" mit Anja Harteros
    Anja Harteros als Marschallin: Ein feinsinnig schattiertes Rollenporträt, gar nicht larmoyant, ein wenig herb-frisch, durchaus zynisch und distanziert - aber vokal voll weicher, warmer Phrasen, subtil abgemischter Farbnuancen; im Spiel mit Stephanie Houtzeel, die dem Octavian virtuos die Züge eines noch unreifen, aber feurigen Buben verleiht, von filmreifem Feinschliff. Otto Schenks altehrwürdige Produktion schnurrt nach ihrer szenischen Renovierung wieder präzis und komödiantisch ab; wie sie vom Orchester unter dem dynamischen Adam Fischer akustisch vorangetrieben wird. Von den jüngsten Einstudierungen scheint dankenswerterweise noch einiges an Pianissimokultur übrig geblieben. Das sichert auch einer solchen Repertoire-Vorstellung (Nummer 365 dieser Inszenierung!)  durchgehend Spannung und, wo es sein soll, auch die nötige melancholische Atmosphäre. Chen Reiss ergänzt das harmonische Terzett der Damenstimmen als quirlig-trotzige, im Grunde doch höchst sensible Sophie. Jochen Schmeckenbecher ist ein prägnanter, niemals outrierender Faninal. Und als "Drüberstreuer" singt Jinxu Xiahou die Arie des italienischen Sängers mit Strahlkraft und bombensicheren Höhen. Mehrheitlich stimmig die Komparserie, angeführt von einem höchst wendigen Intrigantenpaar (Zoryâna Kushpler/Benedikt Kobel). 
    Wolfgang Bankls "Lerchenauer"   
    Als Einspringer für den erkrankten Peter Rose, aber in vollem Saft und Kraft seines Bühnentemperaments: Wolfgang Bankl als Ochs auf Lerchenau. Er dürfte damit seine Leib- und Magenrolle gefunden haben. Da sitzt jede Pointe, aber auch die Stimme bis hinauf in die Fährnisse des auf Hugo von Hofmannsthals ausdrücklichen Wunsch piano gesungenen hohen F in der "Mägdeerzählung". Vor allem freut man sich über die adäquate, niemals indezente Mischung aus wienerischem Dialekt und Hochsprache, die kaum ein Ochs unserer Tage so souverän beherrscht. Chapeau. 
    Wer sich nun über das "Ausverkauft"-Schild ärgert: Die Vorstellung am 16. Dezember ist via Live-Stream in HD-Qualität auf staatsoperlive zu empfangen (überdies seit kurzem auch für A1-Kunden bequem über eine entsprechende App).
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  • Anja Harteros: noch am 11., 16. und 19. Dezember als Marschallin

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  • Riccardo Muti dirigierte sein 250. Konzert mit dem Chicago Symphony Orchestra. Im Bild: Der Maestro mit seinem "Diplom"

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  • Was tut die "Styriarte" ohne Harnoncourt?
    Der Concentus musicus könnte vielleicht im Sinne seines Gründers weiter musizieren. Ein Festival, das ganz auf eine Person zugeschnitten ist, muss sich neu definieren

    Der Schock sitzt tief. Wie immer, wenn Meldungen eintreffen, von denen der Kopf sagt, man hätte sie doch längst erwarten können. Der Rückzug Nikolaus Harnonocurts setzt den Endpunkt hinter eine Ära, das ist in diesem Fall wirklich nicht zu viel gesagt.
    Während das Publikum nun in Erinnerungen schwelgen darf, Aufnahmen sichten, wiederhören, und durch Neuankäufe die Harnoncourt-Sammlung ergänzen, raufen sich Veranstalter die Haare. Und die Künstler-Kollegen, die zu ihm aufschauen wie zu ihrem musikalischen Vater: Michael Schade und Juliane Banse, eben mit der Neueinstudierung des „Fidelio“ für eine konzertante Aufführung im Theater an der Wien beschäftigt, die nach Harnoncourts Willen genau die Textfassung der zweiten Premiere von 1806 widerspiegeln soll, fragen sich wohl – wie das Publikum – wer imstande sein könnte, eine solche Aufführung „im Sinne Harnoncourts“ zu dirigieren? Auch wenn der Meister die Proben mitgestalten sollte, wer steht am Abend im Fokus?
    Noch viel mehr gilt das für den Beethoven-Zyklus, der mit dem Concentus in Graz geplant ist – das Festival „Styriarte“, mit Haut und Haar dem einen charismatischen Künstler verschrieben, verliert mit dessen Rückzug seine Seele. Die Musikfreunde pilgerten in den Stephaniensaal und sogar in die nicht gerade attraktive List-Halle, um ihr Idol bei der Lösung unterschiedlichster Rätsel von Mozart bis Offenbach und Bizet, sogar Gershwin zu erleben . . .
    Wo wäre ein Künstler, mit dessen Konterfei auch die geschickteste PR-Agentur Tausende nach Graz locken könnte, gleich, welche Musik auf dem Programm steht?
    Weist Melk die Zukunftsperspektive?
    Michael Schade hat vor wenigen Tagen das Programm seines Pfingst-Festivals in Melk vorgestellt und ausdrücklich versichert, ihm ginge es um eine Bewahrung der künstlerischen Ideen Nikolaus Harnoncourts und um ein Forum, bei dem der concentus musicus auch ohne seinen Gründer, aber in dessen Sinne weiter musizieren soll. Das ist angesichts der verschworenen Musikergemeinschaft vielleicht sogar denkbar. Die "Sytariarte" aber wird sich ganz neu erfinden müssen . . .
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  • Styriarte: Beethoven-Zyklus findet statt
    Mit Bezug auf die geplanten Auftritte des Concentus musicus im gleichnamigen Konzertzyklus der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, die nach dem Rückzug von Ensemble-Gründer Nikolaus Harnoncourt, wie geplant, abgehalten werden, verweisen die Veranstalter des steirischen Festivals "Styriarte" in einer ersten Aussendung darauf, dass auch die angekündigten Beethoven-Konzerte anlässlich der Styriarte 2016 auf jeden Fall stattfinden werden. Wie, steht noch in den Sternen. Im Originaltext: "Der Beethoven-Zyklus der styriarte 2016 mit dem Concentus Musicus findet ebenfalls statt, möglicherweise modifiziert, worüber die styriarte-Kunden in den nächsten Tagen informiert werden. Weitere Informationen werden auf der styriarte-Seite www.styriarte.com veröffentlicht, sobald sich die Konsequenzen des Rückzugs geklärt haben."
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  • Nikolaus Harnoncourt zieht sich zurück
    Mit einem offenen Brief, der den Programmheften des heutigen Konzerts des Concentus musicus im Wiener Musikverein beigelegt wurde, verabschiedete sich Nikolaus Harnoncourt von seinem Publikum. Seine Kräfte ließen es nicht mehr zu, sich den Anforderungen des Konzertbetriebs auszusetzen. Das heutige Konzert des Concentus übernahm Erwin Ortner, dessen Schönberg-Chor an den Aufführungen zweier Bach-Kantaten beteiligt war. Ob die geplante Aufführung des "Fidelio" im Jänner im Theater an der Wien ohne Harnoncourt stattfinden wird, ist noch nicht klar. Was mit dem völlig auf Harnoncourt, den Concentus und deren zyklische Aufführung sämtlicher Beethoven-Symphonien (insgesamt elf Konzerte) ausgerichteten Programm des Festivals "Styriarte 2016" geschehen soll, steht in den Sternen.
    Mehr in "Die Presse online"
    diepresse.com

    Spontane Reaktion von KS Michael Schade

    It's unbelievably sad that just a year ago I was able to sing Nikolaus his "Happy Birthday" in Person, and on the eve of his 86th Birthday he leaves the stage forever, and retires from public performing- just last week we were going over the virtues and HIS changes for what was to be Leonore in the -1806 version- typical I thought and amazing !
    I lose my musical father figure and yet it's so beautiful that he leaves on his own terms-- what shall happen to our Fidelio or will it be Leonore next month no one knows for now, but for the fact that it will happen. We must save the Concentus and we certainly do at the International Barocktage Melk. Vivat und Danke Nikolaus es fehlen derzeit andere Worte
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  • Marie José Siri als Tosca   (Foto: Staatsoper/Pöhn) 


    Maria José Siri statt Martina Serafin
    Staatsoper: Tosca beim Sprung von der Engelsburg verletzt
    Martina Serafin hat sich beim berüchtigten Sprung von der Engelsburg am Ende von Puccinis "Tosca" - der üblichen Probe vor Vorstellungsbeginn zum Trotz - eine schwere Beinverletzung zugezogen und muss nun acht Wochen lang einen Gips tragen. In den "Tosca"-Vorstellungen am 5. und 8. Dezember wird sie von Maria José Siri ersetzt. Die Aufführung am 5. Dezember ist live in HD-Qualität auch via www.staatsoperlive.com zu empfangen. Den Cavaradossi singt der frischgebackene Wiener Kammersänger Roberto Alagna, den Baron Scarpia gibt Michael Volle.
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  • TIPP: Bruckner, ganz natürlich - unter Weigle im Musikverein
    Die Zeiten, da man Bruckner-Symphonien hierzulande zu den Grundpfeilern des Repertoires zählen durfte, sind lang vorbei. Zu solchem Selbstverständnis gehören gediegene Kapellmeister, von denen es immer weniger gibt. Die groß angelegten symphonischen Werke Bruckners werden entweder zu musikalischen Hochämtern, wenn einer der raren, wirklich prägenden Interpreten sie aufs Programm setzen. Oder sie verdorren unter den Händen ungeübter Dirigenten, die mit ihren Riesenformen nicht zurande kommen und die Orchester quasi an den Notenlinien entlang möglichst unfallfrei vom ersten Streichertremolo bis zum weit entlegenen Schlussakkord zu führen trachten.
    Dieser Malaise wird man erst recht gewahr, sobald ein Dirigent vom Format Sebastien Weigles am Pult der Wiener Symphoniker erscheint und Bruckners Vierte (in der gewohnten Fassung mit dem sogenannten "Jagdscherzo") so souverän, so sicher und so unaufgeregt entstehen lässt, als wäre eine Bruckner-Aufführung das Selbstverständlichste auf der Welt. Diesen Eindruck hatte man einstens, wenn Brucknerianer vom Format eines Eugen Jochum oder Lovro von Matacic ihres Amtes walteten.
    So natürlich, wie sich die musikalischen Steigerungsbögen unter Weigles Führung entfalten, erlebt man diese Musik heutzutage kaum noch. Da ist nichts inszeniert, da fügen sich auch riesenhafte Formteile wie jene des langsamen Satzes kurzweilig zum stimmigen Ganzen. Und dass der Kenner immer wieder aufhorcht, liegt nicht an irgendwelchen künstlichen interpretarischen Willkürakten, sondern daran, dass Weigle die Partitur genau liest und dynamische Nuancierungen, über die fast alle Kollegen „drüberspielen“ lassen, penibel hervorhebt.
    Was oft gefordert wird: Spielt doch einfach einmal das, was in den Noten steht, hier ist es realisiert. Und die zauberhafte, vom Komponisten selbst ausdrücklich als „romantisch“ bezeichnete Stimmung entfaltet sich ganz ungehindert.
    Einleitend gibt es an diesem Abend, der heute und morgen wiederholt wird, das Schumann-Klavierkonzert mit dem jungen Christopher Park am Steinway: vor allem auf die lyrischen, die subtilen Momente fokussiert und ungewohnt kontrapunktisch klar ausgeleuchtet. Eine Gangart, auf die sich die meisterlichen Solobläser der Symphoniker willig einließen.

    Heute und morgen noch im Musikverein, die Bruckner-Symphonie auch am 5. Dezember als Benefizkonzert in St. Stephan.
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  • Empfehlung: Eine feine neue Kammermusik-CD (Gramola)

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  • Grafenegg 2016: Schon über 11.000 Karten verkauft
    Heute beginnt der offizielle Kartenvorverkauf für das Festival von Grafenegg 2016. Doch schon sind über 11.000 Karten verkauft, denn die Mitglieder des Fördervereins haben von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht und vor allem die Aufführungen aller fünf Beethoven-Klavierkonzerte mit den Philharmonikern und Festspiel-Intendant Rudolf Buchbinder und das Konzert der Dresdner Staatskapelle unter Christian Thielemann regelrecht gestürmt. Gut verkauft sind auch bereits die Aufführung der Neunten Beethoven und die Sommernacht-Galas am 16. und 17. Juli.
    www.grafenegg.com
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  • Roberto Alagna ist Kammersänger
    Morgen, Mittwoch, beginnt in der Staatsoper eine Aufführungsserie von Puccinis "Tosca" mit Martina Serafin in der Titelpartie und Michael Volle als Polizeichef Scarpia. Den Cavaradossi singt ein frischgebackener österreichischer Kammersänger: Roberto Alagna. Der Publikumsliebling hat seit seinem Sieg beim Pavarotti-Wettbewerb 1988 im haus am Ring elf verschiedene Partien in insgesamt bisher 61 Vorstellungen gesungen, vom Herzog in Verdis "Rigoletto" bis zum Canio in Leoncavallos "Bajazzo". Das Ernennungsdekret überreichten Alagna Kulturminister Josef Ostermayer und Staatsopern-Direktor Dominique Meyer - im Beisein von Meyers Vorgänger Ioan Holender und einiger Sänger des Haus-Ensembles.
    "Tosca" steht in der genannten Besetzung unter Dan Ettinger noch am 5. und 8. Dezember auf dem Programm.
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  • Fedosejew in Wien: Gegen falsche Verdächtigungen Tschaikowskys

    Echte Neudeutungen wohlbekannter Partituren sind wohl nur dann möglich, wenn ein Orchester mit seinem Dirigenten aufs innigste verschmolzen ist. Man erinnere sich an die Berliner Philharmoniker in der Ära Herbert von Karajans oder die (damals so genannten) Leningrader unter Jewgeni Mrawinsky. Für derartige jahrzehntelange Partnerschaften gibt es heute nur ein Pendant: Die Verbindung zwischen Wladimir Fedosejew und seinem Tschaikowsky Orchester aus Moskau.
    Als man 1987 hierzulande auf diese ungewöhnliche Verbindung aufmerksam wurde, war der Maestro schon knapp eineinhalb Jahrzehnte Chefdirigent. Und wenn Musikfreunde schon damals den Eindruck hatten, diese Partnerschaft beschere uns Interpretationen von höchster geistiger Durchdringung bei gleichzeitiger atemberaubend perfektionierter Spieltechnik, muss man heute bekennen: Die technische wie die interpretatorische Vervollkommnung scheint immer noch weiter voranzuschreiten.
    Das entspricht dem Phänomen, das bei den eingangs erwähnten Künstlern schon zu den Paradoxa gehörte. Und es sorgte am Montag abend im großen Konzerthaussaal wieder für Jubel. Das Tschaikowsky-Orchester widmete sich seinem Namenspatron, zauberte die Stimmungswelten von dessen Erster Symphonie in größtmöglicher Vielfalt hervor und trug das Solo von Julian Rachlin im Violinkonzert so behutsam, dass der Geiger sich völlig gelassen seinem vor allem in den zarten, behutsamen, stillen Regionen dieser Musik entfalten konnte.
    Die zum Teil nur gehaucht wirkenden, dennoch bombensicheren Arpeggien und Flageolett-Töne in der großen Kadenz des Stirnsatzes klangen wie ein Motto dieser ungewöhnlichen Wiedergabe eines viel gespielten, aber auch viel geschundenen Meisterwerks: Wie aufgedonnert und roh bringt man dieses Konzert in der Regel zum Klingen – und welch einen außerordentlichen, introvertiert-berührenden Moment markierte diesmal der Einsatz der Reprise, als ein ätherisches Flötensolo über den vom Solisten angegebenen Harmonien das Hauptthema wiederkehren ließ . . .
    Offenbar haben die Musiker diesmal einen Gegenpol zu einer Missinterpretation markiert, die Tschaikowskys Werk (und nicht nur dieses Konzert) schon seit Anbeginn geradezu verfolgt: Nie hätte sich Kritiker-Papst Eduard Hanslick bei Rachlin und Fedosejew dazu verleiten lassen, von einem geradezu barbarischen Volkstanz-Finale zu sprechen.
    Konzerte wie dieses sind bei aller Schönheit und allem Wohlklang höchst wichtige Befreiungsschläge. Es war tatsächlich zuletzt Mrawinsky, der den russischen Nationalkomponisten so konsequent von jeglichem Lärm- und Kitschverdacht freizusprechen wusste . . .
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  • Scurdia im Musikverein

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  • Musikverein einmal anders: Konzert für Flüchtlinge im Gläsernen Saal    
    An die 250 Flüchtlinge kamen am Montag Nachmittag zu einem Auftritt von Markus Schirmer und dessen international besetztem Ensemble "Scurdia", in dem Oud-Virtuose Risgar Koshnaw bald die Führungsfunktion übernahm, weil er die Besucher in ihrer Muttersprache ansprechen konnte. Die Stimmung im Gläsernen Saal des altehrwürdigen Wiener Musentempels war denn auch alsbald enorm. Die stilistisch bunt gemixten musikalischen Nummern des Programms, darunter ein "kurdischer Cowboy" und "Scurdia goes Klezmer", wurden eifrig beklatscht.

    Foto: Wolf-Dieter Grabner 


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  • Erwin Ortner statt Harnoncourt im Musikverein
    Nikolaus Harnoncourt kann die beiden Bach-Abende mit seinem Concentus musicus im Goldenen Musikvereinsaal (5./6. Dezember) krankheitsbedingt nicht dirigieren. Erwin Ortner, Leiter des Arnold Schönberg-Chors, der an der Aufführung der beiden Bach-Kantaten BWV 110 und 198 beteiligt ist, übernimmt die Konzerte bei unverändertem Programm. Neben den Chorwerken wird auch dei Orchestersuite Nr. 4 BWV 1069 erklingen. Nikolaus Harnoncourt arbeitet aber "hinter den Kulisssen" bereits an der Erstellung des Notenmaterials für die Aufführung der Zweitfassung von Beethovens "Fidelio" im Theater an der Wien: Am 17. Jänner erklingt konzertant "Leonore 1806". Die Hauptpartien singen, wie schon beim szenischen "Fidelio" unter Harnoncourt vor zwei Jahren Juliane Banse und Michael Schade - müssen ihre Rollen aber nun umlernen.
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  • Clemens Sander 
    Die schöne Müllerin, Schuberts erster großer Liederzyklus, war am Samstag Abend im ehemaligen Refektorium des Barnabitenklosters in Wien zu erleben: schlicht und bewegend gesungen von Clemens Sander, subtil und ausdrucksvoll begleitet von seiner Frau Uta. Das Künstlerpaar hat die Lieder jüngst für CD aufgenommen, die im Februar erscheinen wird. Man darf eine wunderbar geschlossene, introvertierte Interpretation erwarten, vokale Kammermusik schönster Ausprägung. 
    Wer das Projekt unterstützen möchte, hat nur noch ein paar Stunden Zeit, sich zu beteiligen - und darf sogar exquisite Gegenleistungen erwarten: vom selbstgekochten Menü bis zur privaten Gesangstunde. Signierte CDs, versteht sich, inbegriffen.        
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  • Ileana Tonca und Daniela Sindram mit dem Lebkuchenhaus

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  • Wiens Opern-Märchen: Thielemann dirigiert "Hänsel und Gretel"
    Einen Musiktheatertraum realisiert die Wiener Staatsoper für Kinder aller Altersstufen. Engelbert Humperdincks ,,Hänsel und Gretel" in einer Inszenierung von Adrian Noble bezauberte das Premierenpublikum der ersten Neueinszenierung dieser Oper im Haus am Ring seit sieben Jahrzehnten vollständig.
    Da traut sich endlich ein Regisseur wieder, ein Märchen in einer Bilderbuch-Szenerie zu erzählen. Und Christian Thielemann malt mit dem philharmonischen Orchester die Bilder in den herrlichsten Farben aus. Grell, poetisch, dämonisch, magisch, je nachdem. Was die Musiker an diesem Abend an betörenden Klängen hervorzaubern, darf zu den Sternstunden der jüngeren Staatsoperngeschichte gezählt werden.
    Gesungen wird entsprechend wohllautend, einigen Umbesetzungen zum Trotz.
    So gab Clemens Unterreiner im letzten Moment an Stelle des erkrankten Adrian Eroed an der Seite der resoluten Janina Baechle den Vater. Als Gretel ersetzte Ileana Tonca die schon während der Probenphase erkrankte Chen Reiss.
    Daniela Sindram war bereits vor Monaten als Ersatz für die opernmüde Elisabeth Kulmann in der Rolle des Hänsel gefunden worden. Und doch erlebte man diese Premiere als harmonische Leistung eines musikalisch wie szenisch bestens eingespielten Ensembles. Die Duette des Geschwisterpaares tönten innig und farblich fein abgestimmt - als rechter Gegensatz zur fabelhaften, grell karikierenden Hexe Michaela Schusters. Annika Gerhards streute zarten vokalen Zuckerguss über die Traumszenen. Der Kinderchor klang exzellent. Und immer wieder Raum fuer sinnliche philharmonische Klänge...
    Jubel für alle, Ovationen für Thielemann.
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  • Bekommt Mailand einen neuen Konzertsaal?

    Die Expo ist zu Ende. Das Teatro alla Scala möchte nun die Lagerräume und einen Teil der Akademie für junge Künstler auf ein Gelände im Nordwesten Mailands verlegen, auf dem die Expo stattgefunden hat. "Ziel ist, auf dem Expo-Gelände einen Konzertsaal für bis zu 800 Personen zu schaffen", sagt Scala-Intendant Alexander Pereira.

    Nach Wunsch von Italiens Regierungschef Matteo Renzi könnte auf dem Expo-Gelände auch ein Technologie- und Forschungszentrum entstehen.
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  • Musikverein einmal anders: Markus Schirmer und ,,Scurdia" spielten für Flüchtlinge
    Im Verein mit der Caritas arrangierte die Gesellschaft der Musikfreunde ein nachmittägliches Konzert für an die 250 mehrheitlich jugendliche Flüchtlinge. Im Gläsernen Saal spielte Markus Schirmer mit seiner multikulturellen Band Scurdia rhythmisch Zündendes als diesfalls vor allem vom mittleren Osten akustisch geprägtes Stilkonglomerat. Spätestens nach der ersten arabischen Ansage von der Bühne gab es kein Halten mehr. Die Gäste applaudierten fleißig mit und empfanden Wiens altehrwürdigen Musentempel zumindest für 90 Minuten offenkundig als heimatlichen Ort.

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  • Geburtstagsgruss an das Belcea-Quartett
    Man muss, pardon, ein anderes Ensemble zuerst nennen. Natürlich war es außerordentlich, was das Alban Berg Quartett von den frühen Siebzigerjahren an geschafft hat: Die vier Professoren der Wiener Musik-Hochschule schickten sich an, die Welt als Streichquartett zu erobern. Dass es ihnen gelungen ist, weiß man. Wie kein anderes Ensemble hat dieses das Quartettspiel auf eine quasi „philharmonische“ Ebene zu heben verstanden und reiste, hofiert wie sonst nur Opernstars, um auf allen Kontinenten die hohe Schule der Kammermusik zu pflegen.
    Dass das von Wien aus geschah, hat uns alle stolz gemacht. Und wir bevölkerten den Mozartsaal, der sich zu den Abonnementkonzerten gleich zweimal pro Programm füllte. Ein solches Erbe anzutreten ist nicht nur nicht leicht. Es ist schlicht unmöglich. Es gab keine zweite Callas.
    Es gibt auch kein zweites Alban Berg Quartett.
    Aber es gibt die Belceas. Das von Corinna Belcea angeführte Quartett existiert nunmehr seit 20 Jahren. Bei den Musikern des Berg-Quartetts sind die vier in die Schule gegangen. Das merkt man auch. Und man hat akzeptiert: Kein anderes Quartett wäre imstande, zu den „Berg-Terminen“ im Konzerthaus rechtens aufzuspielen.
    Der Zyklus hat sich seit der Auflösung des Vorbild-Ensembles naturgemäß verändert. Das hat vor allem mit der Eigenart des Belcea Quartetts zu tun, das an Perfektions-Fanatismus und Klangkultur den „Bergs“ nicht nachsteht, aber natürlich einen eigenen, man möchte sagen: weniger wienerischen, ein bisschen helleren, zuweilen schärferen Ton eingebracht haben und sich dank einiger exquisiter Einspielungen längst auch international einen eigenständigen Ruf erarbeiten konnten.
    Der erste Beethoven-Zyklus, zentral für jedes Quartett-Ensemble, ist seit drei Jahren „im Kasten“, zum Geburtstag hat Thomas Larcher den vieren sein Viertes Streichquartett namens „Lucid Dreams“ gewidmet. Es wird am 8./9. Dezember im Mozartsaal uraufgeführt. Heute und morgen, im ersten Saison-Konzert, musiziert das Belcea Quartett mit Till Fellner das Brahms-Quintett – dazu ein Programm, wie einst von Berg-Primarius Günter Pichler ausgewählt. Haydns spätes G-Dur-Quartett (Nr. 81) und das erste, sozusagen gerade noch in a-Moll verortbare Quartett von Béla Bartók. Ad multos annos . . .
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  • Wie Philippe Jordan Wiens Konzertleben aufmischt
    Béla Bartóks rhythmisch heikle "Musik für Saiteninstrumente" als kräftig beklatschtes Hauptwerk eines Symphoniker-Konzerts im Konzerthaus.
    Ein Wort vorab: Rhythmusgefühl und Rhythmusgefühl sind nicht dasselbe. Jeder exzellente Klassikpianist lernt das, sobald er versucht, einen simplen Jazz-Standard zu spielen. Dieselbe Erkenntnis beschleicht internationale Orchester, die sich am wienerischen Walzertakt versuchen. Dies vorausgeschickt, darf man von einem wirklich bemerkenswerten Konzert der Wiener Symphoniker berichten, die im zweiten Jahr der Regentschaft ihres Chefdirigenten Philippe Jordan die Klangwelt Béla Bartóks erkunden.
    Als Hauptwerk des zweiten Abends der Reihe, vergangenen Donnerstag im Konzerthaus, war mit der „Musik für Saiteninstrumente“ das rhythmisch-metrisch vielleicht heikelste Werk des ungarischen Meisters zu hören. Und das, gewiss erstmals in der Wiener Konzertgeschichte, als Finale eines Programms.
    Das kommt einem Tabubruch gleich. Bisher absolvierte man derartige Werke in aller Regel zu Beginn, um sich danach Beethoven, Brahms oder Bruckner zuzuwenden. Diesmal aber stand Beethoven – das Vierte Klavierkonzert mit dem behutsamen, Virtuosität still nach innen kehrenden Pierre-Laurent Aimard – im Zentrum. Bartók bildete den Rahmen.
    Konzertmeister Jan Pospichal fand für das einleitende, lyrisch aufblühende „Porträt“ den rechen Ton. Nach der Pause führte er die rechte Hälfte der geteilten Streicher an. Die „Musik für Saiteninstrumente“ lässt sich zwar, weil mit ungewohnt viel Zählarbeit verbunden, in Wien nach wie vor nicht als scharf geschliffenes Ping-Pong-Spiel inszenieren, bei dem die Pointen nur so hin und her fliegen. Doch animiert Jordan seine Symphoniker zu klanglich fein austariertem, wie unter ständigem Hochdruck stehendem Spiel, dessen Energetik manche allzu weiche metrische Grenzziehung kaschiert. In der schwebenden Fuge des ersten Satzes stellte sich zuletzt beinah magisch entrückte Stimmung ein, der langsame dritte Satz geriet zum stimmungsvollen Nachtstück, und das Publikum wirkte angeregt und beschwingt und applaudierte wie nach der „Symphonie fantastique“. Dergleichen lässt sich als Durchbruch feiern wie einst die Durchsetzung der heute schon allgegenwärtigen Mahler-Symphonien durch Leonard Bernstein...
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  • Ein Denkmal für die "Wiener Schule" vor der Staatsoper
    Auf dem Herbert von Karajan Platz neben der Wiener Staatsoper soll ein Denkmal für die Komponisten der sogenannten "Wiener Schule" errichtet werden. Arnold Schönberg und seine beiden Schüler, Alban Berg und Anton von Webern, haben die musikalische Moderne nachhaltig geprägt und damit noch einmal von Wien aus für eine Blutauffrischung der europäischen Musikgeschichte gesorgt. Das soll nun auch optisch sichtbar werden. Nach langem errichtet die Stadt Wien wieder einmal bedeuteunden Komponistenpersönlichkeiten ein Denkmal.
    Der Platz dafür könnte nicht prominenter gewählt werden. Zwar hat von den Wiener Modernen, während Webern mit immer knapper werdenden Kompositionen die Klänge bis an den Rand des Verstummens reduziert hat, nur Alban Berg mit dem "Wozzeck" eine abendfüllende Oper vollenden können, die sich im Repertoire auch wirklich behaupten konnte. Doch zählen auch die beiden Fragment gebliebenen Großwerke, Schönbergs "Moses und Aron" sowie Bergs "Lulu" - zu den viel diskutierten und immer wieder neu inszenierten bedeutenden Musiktheater-Kompositionen des 20. Jahrhunderts.
    Details über das Denkmalprojekt sollen am 2. November bekanntgegeben werden.
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  • Konzert-Tipp: 28. Oktober Musikverein 
    Emmanuel Tjeknavorian mit Gottlieb Wallisch

    Spätestens seit seinm Auftritt  zur Festwocheneröffnung 2012 ist der junge Geiger Emmanuel Tjeknavorian, Sohn des Dirigenten Loris Tjeknavorian, im Fokus der Wiener Musikfreunde. Der Schüler von Alban-Berg-Quartett-Sekundgeiger Gerhard Schulz gilt als eines der bemerkenswertesten Talente unserer Zeit. Im Gläsernen Saal präsentiert er sich am 28. Oktober (20 Uhr) an der Seite von Gottlieb Wallisch mit einem Programm aus virtuosen Akazistückeln vom Format der "Tzigane" Maurice Ravels, aber auch mit inhaltlich schwierigstem Programm: Tartinis legendäre "Teufelstriller"-Sonate und der A-Dur-Sonate von Johannes Brahms.    

    www.musikverein.at
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  • Netrebko als Tatjana im Finale von "Eugen Onegin" (Foto: Staatsoper/Pöhn) 



    "Eugen Onegin" mit Anna Netrebko und Christopher Maltman

    Eine festspielreife Sängerbesetzung garantiert Jubelstürme in der Staatsoper.

     Anna Netrebko war wieder einmal die Tatjana, schauspielerisch filmreif wie eh und je, sängerisch so differenziert und nuancenreich wie noch nie. Die theatralische Kraft, die von dieser Künstlerin ausgeht, reißt - dem deutschen Provinzniveau der Inszenierung Falk Richters zum Trotz - das gesamte Ensemble mit. Wobei vokal insgesamt Feierstimmung herrscht.
    Wie die Netrebko nicht nur ihre große Briefszene mit atemberaubender Intensität gestaltet, sondern auch sonst unscheinbaren Passagen - etwa dem Beginn des dritten Bilds, wo sie nervös die Wiederkehr Onegins erwartet - zu blutvollem Bühnenleben erweckt, gelingen auch den übrigen Darstellern packende Rollengestaltungen. 
    Ovationen gab es für den Lenski von Dimitry Kortchak, dessen Arie zum zweiten Höhepunkt der Aufführung wurde: aus introvertierten, melancholischen Pianophrasen anwachsend zum bewegenden Protokoll völliger Verzweiflung. Auch dem neuen Titelhelden, Christopher Maltman, gelang Vergleichbares; nicht zuletzt im Final-Dialog mit Tatjana, wo er wie in Trance zwischen himmelhochjauchezndem Begehren und zu Tode betrübter Sinnleere zu taumeln schien, ein klingendes Seelenprotokoll, ganz wie's bei Tschaikowsky in de Noten steht. Das Orchester unter Patrick Lange wollte spätestens im dritten Akt auch nicht mehr zurückstehen und sorgte, spät, aber doch, für pulsierende Begleitstimmen.
    Luxuriös, versteht sich, auch die bis in tiefste Lagen klangschönen Phrasen in Ferruccio Furlanettos Germin-Arie, lebendig und im rechten Moment auch aus der Koketterie in panische Ratlosigkeit verfallend die Olga der Zoryana Kushpler, gut besetzt die kleineren Partien - und das Publikum, das oft atemlos gelauscht hatte, zuletzt im Feierstimmung.



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  • Hans Knappertsbusch (12. 3. 1888 - 25. 10. 1965): Kleine Gesten, größte Wirkung

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  • Endlich "legal": Die "Meistersinger" von 1960 


    Hans Knappertsbusch zum Gedenken

    Rechtzeitig zum 50. Todestag des Dirigenten erschien der Mitschnitt der Bayreuther "Meistersinger"-Aufführung von 1960, der unter Kennern seit langem als eine der befriedigendsten Wiedergaben von Wagners Komödie gilt. Dies vor allem dank der liebevollen, ungemein detailverliebten, dabei aber auch durch große dramaturgische Bögen gebundenen musikalischen Darstellung durch Hans Knappertsbusch. 

    Das Sängerteam ist fabelhaft, weil aus grandiosen Singschauspielern gebildet, die dank beredter Artikulation auch für den Hörer, der die legendäre Inszenierung Wieland Wagners nicht mehr sehen kann, die Geschichte ganz ohne Szenerie packend erzählen. Vom blühenden Schöngetan der Eva Elisabeth Grümmers über Josef Greindls vielschichtigem Sachs bis zur geschliffenen Sprachartistik des David von Gerhard Stolze lässt sich diese Aufnahme auch als Lehrstück in Sachen Vokalgestaltung hören. 

    Der nun endlich "offizielle" Mitschnitt ist technisch deutlich besser als alle bisher greifbaren illegalen Ausgaben, wenn auch durch die Bayreuther Akustik und das Alter zwangsläufig beeinträchtigt. Wer perfekte Balance zwischen Stimmen und Orchester schätzt, muss doch zu einer Studioproduktion greifen. Eine dermaßen lebendige, blutvolle Wiedergabe wird er dabei freilich kaum finden.

    Knappertsbusch, der Probenmuffel

    Man weiß es: Hans Knappertsbusch erzielte derlei grandiose Ergebnisse in der Regel mit dem minimalsten Probenaufwand. Seine „Ansage“ an die Wiener Philharmoniker anlässlich einer Anspielprobe auf einer Konzertreise ist zum geflügelten Wort geworden. „Meine Herren, sie kennen das Stück, ich kenne den Saal“ – sprach’s, und hatte die verdutzten Musiker schon wieder entlassen: „Wir sehen uns am Abend“.

    In Wien wurde „Kna“, wie ihn seine Verehrer nannten, geradezu vergöttert. Einige Aufnahmen – etwa die saftig-kraftvolle von Karl Komzaks „Badner Madeln“ – genießen Kultstatus. Die Einspielung der „Eroica“ brachte es dank Thomas Bernhard zu literarischen Ehren und kam auf diese Weise eine Zeitlang regelmäßig auf die Bühne des Burgtheaters.

    Legendär sind die Momente, wo der Mann mit der knappen Zeichengebung, der wie Richard Strauss meinte, die linke Hand des Kapellmeisters sei nur zum Umblättern der Partiturseiten da, sich von seinem Stuhl erhob (siehe Beitrag oben). Was dann passierte, lässt sich für die "Nachgeborenen" mit einiger Phantasie immerhin erhahnen . . .




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  • Aida Garifullina ist die Adina an der Staatsoper: 24. und 27. Oktober 
    Otto Schenks klassische "Liebestrank"-Inszenierung, neu besetzt  
    Aida Garifullina, spätestens seit ihrem Auftritt am Opernball als Nesthäkchen des Wiener Staatsopern-Ensembles bekannt, springt für die erkrankte Sonya Yoncheva ein und singt in den Aufführungen am 24. und 27. Oktober die Adina. Ihr zur Seite Stefano Secco als Nemorino und Pietro Spagnoli als Dulcamara, die beide ihre Rollendebüts feiern. Alessio Arduini ist der Belaure.  Am Pult: Marco Armiliato.

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