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  • Schwedens Löfven: "Wahrscheinlich waren wir naiv"

    Nach den Anschlägen von Paris verschärft Schweden seine Sicherheitsgesetze. "Schweden war auf diesem Gebiet wahrscheinlich naiv", sagte Premier Stefan Löfven am Donnerstag in Stockholm. Es sei für viele Schweden "schwer zu akzeptieren, dass in unserer offenen Gesellschaft Menschen leben, schwedische Staatsbürger, die mit Mördern" und der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) sympathisierten.
  • Neun Festnahmen bei Razzien in Brüssel

    Bei neuen Razzien in Brüssel sind am Donnerstag neun Verdächtige im Zusammenhang mit den islamistischen Anschlägen in Paris festgenommen worden.
    Sieben der Festgenommenen seien bei sechs Hausdurchsuchungen im Zusammenhang mit dem Selbstmordattentat des Franzosen Bilal Hadfi in Gewahrsam worden, teilte die belgische Staatsanwaltschaft mit.

  • Slowakei nahm 20 Ausländer fest

    Die slowakische Polizei hat seit den Terroranschlägen von Paris am Freitag 20 "illegale Immigranten festgenommen. Die meisten wurden umgehend des Landes verwiesen. Vier seien in Untersuchungshaft, weil Terrorismusverbindungen nicht völlig auszuschließen seien, teilte der slowakische Innenminister Robert Kalinak am Donnerstag in Bratislava mit. Regierungschef Robert Fico hatte vor wenigen Tagen erklärt: "Wir überwachen jeden einzelnen Muslim, der sich auf dem Gebiet der Slowakei befindet." Damit hatte er für Empörung bei der kleinen islamischen Gemeinschaft des Landes gesorgt.
  • Frankreich und Belgien machen sich gegenseitig Vorwürfe

    Mehrere der Attentäter von Paris sowie der Drahtzieher sind im Brüsseler Problemviertel Molenbeek aufgewachsen. Belgiens Premier Charles Michel wehrte nun in einer Rede vor dem Parlament jede Kritik an den Geheimdiensten seines Landes ab, wie sie zuletzt in Frankreich aufgekommen war.  Er akzeptiere es nicht, dass die Arbeit der belgischen Geheimdienste herabgesetzt werde. Zugleich erklärte Michel, dass ein weiterer Anschlag "vor allem dank der Hinweise belgischer Ermittlergruppen" vereitelt worden sei. Der Premier scheint damit anzudeuten, dass Belgiens Geheimdienste Hinweise gaben, die zum Anti-Terror-Einsatz im Pariser Vorort Saint Denis führten.
  • Solidaritskundgebung vor Pariser Moschee abgesagt

    Wie franzsöische Medien berichten, ist eine für morgen, Freitag, angekündigte Anti-Terror-Kundgebung von Muslimen vor der Großen Moschee in Paris untersagt worden. Grund seien Sicherheitsbedenken. Mehrere muslimische Organisationen wollten sich an der Demonstration beteiligen.
  • Wie "Le Figaro" berichtet, soll der Eiffelturm noch bis 25. November in den französischen Nationalfarben Blau-Weiß-Rot leuchten.

  •  Abaaoud war offenbar in Griechenland

    Es klang nach einer schweren Kritik: Innenminister Bernard Cazeneuve hat erklärt, die französischen Geheimdienste seien von anderen europäischen Diensten nicht darüber informiert worden, dass sich Abaaoud, der nun getötete Drahtzieher der Anschläge von Paris, wieder auf europäischem Bodern aufgehalten habe. Und der Innenminister ließ einen möglicherweise bedeutungsschweren Nebensatz fallen: "Drei Tage nach den Anschlägen hat uns ein nicht-europäisches Land informiert, dass Abaauod in Griechenland gesehen worden war."
  • Abaaoud hielt sich mehrfach in Deutschland auf

    Der mutmaßlich Drahtzieher der Paris Anschläge, der bei einer Razzia in Paris am Mittwoch getötete Abdelhamid Abaaoud, hat sich nach einem Bericht von "Spiegel Online" mehrfach in Deutschland aufgehalten.
    Die Bundespolizei habe ihn unter anderem am 20. Januar 2014 am Flughafen Köln-Bonn kontrolliert, als er nach Istanbul habe fliegen wollen.
  • Messenger-App Telegram sperrt 78 IS-Propagandakanäle

    Die in Berlin ansässige Messenger-App Telegram hat 78 Propaganda-Kanäle der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) gesperrt. Der Kurzbotschaftendienst habe besorgt zur Kenntnis genommen, dass der IS öffentliche Konten für seine Propaganda nutze, teilte Telegram in der Nacht zum Donnerstag mit.

    In dieser Woche seien deshalb nach Hinweisen anderer Nutzer 78 Kanäle in zwölf Sprachen gesperrt worden, die mit der Jihadistenmiliz in Verbindung stünden. Die individuelle Kommunikation möglicher IS-Anhänger ist von diesem Schritt nicht betroffen.


    Die kostenlose Messenger-App wirbt damit, dass die verschickten Botschaften verschlüsselt vom Absender zum Empfänger gelangen und sich auf Wunsch von selbst zerstören.
  • In der Zwischenzeit bewegt die Nachricht eines Franzosen, der die Liebe seines Lebens und die Mutter seines 17 Monate alten Sohnes bei den Anschlägen verloren hat, die Welt. Mehr dazu hier: diepresse.com

  • Der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge von Paris soll zudem seit Frühjahr 2015 in vier von sechs vereitelten Anschlägen auf französischem Boden verwickelt gewesen sein. Auch das erklärte Cazeneuve laut "Le Figaro".
  • Innenminister Cazeneuve: "Abaaoud spielte Schlüsselrolle"

    Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve hat soeben in einer Pressekonferenz erklärt, Frankreichs Geheimdienste hätten ohne Hilfe europäischer Staaten herausgefunden, dass sich Abaaoud im Land aufhalte. Man habe vor den Anschlägen jedenfalls von ausländischen Geheimdiensten keine Hinweise erhalten, dass sich Abaaoud aus Syrien auf den Weg nach Frankreich gemacht habe. Der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge war eigentlich in Syrien vermutet worden. Am Mittwoch wurde Abaaoud, der laut Cazeneuve eine Schlüsselrolle bei den Pariser Anschlägen spielte, während eines Anti-Terror-Einsatzes in Saint Denis getötet. Auch das hat Cazeneuve noch einmal bestätigt.
  • Europol: Weitere Anschläge in EU "wahrscheinlich"

    Der Chef von Europol, Rob Wainwright, warnt vor weiteren Anschlägen nach den Attentaten von Paris auf dem Gebiet der Europäischen Union. Sie seien wahrscheinlich, sagt er.
  • Mittlerweile hat sich auch Frankreichs Premier Manuel Valls zum Tod von Abaaoud geäußert. Valls lobte die "außergewöhnliche Arbeit unserer Geheimdienste": Sie hätten das "Hirn der Anschläge von Paris" getötet, so Valls in der französischen Nationalversammlung. Es gab tosenden Applaus.
  • Während des Anti-Terror-Einsatzes in Saint Denis sprengte sich auch eine Frau in die Luft. Französischen Medienberichten zufolge soll es sich dabei um Hasna A. handeln, eine 26-jährige Cousine von Abaaoud. Wie nun bekannt wurde, fragten die Einsatzkräfte die Frau während der Erstürmung des Gebäudes: "Wo ist dein Freund?" Die Frau habe geantwortet: "Er ist nicht mein Freund." Sekunden später gab es die Explosion.
  • In den ersten Tagen nach den Anschlägen hatten die Behörden Abaaoud eigentlich in Syrien vermutet. Schon mehrmals war er ihnen entschlüpft. (c) Reuters

  • Willkommen zum "Presse"-Liveticker am Tag sechs nach dem Terror von Paris, an dem sich die Ereignisse wieder eimal überschlagen haben: Vor Kurzem hat der Staatsanwalt bestätigt, dass es sich bei dem gestern während eines Anti-Terror-Einsatzes in Saint Denis getöteten Mann tatsächlich um Abdelhamid Abaaoud handelt, also den mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge. Zugleich billigte Frankreichs Nationalversammlung die Verlängerung des Ausnahmezustands. Und es gab neue Razzien in Belgien.
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