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Flüchtlingsticker 4

  • Wir beenden den Live-Ticker an dieser Stelle. Slowenien macht die Grenzen dicht. Erstaunlicherweise war es Ungarn, das dem überforderten Kroatien mit einer Art Korridor hilft. Mit dem Eintreffen vieler Flüchtlinge im Süden oder Osten Österreichs ist in den nächsten Tagen daher zu rechnen.
    Und damit eine gute Nacht! Bleiben Sie informiert mit DiePresse.com.
  • Weiterhin keine Neuigkeiten von den österreichischen Grenzorten. Es gibt derzeit keine Meldungen über Flüchtlinge, die via Ungarn nach Österreich gekommen sind.

    Ein von einem "Überparteilichen Komitee für Solidarität und Menschlichkeit" am Freitagabend in Wiener Neustadt veranstaltetes "Lichtermeer" ist nach Polizeiangaben ruhig verlaufen.
    Es habe keine Zwischenfälle gegeben, sagte ein Behördensprecher auf Anfrage. Eine Teilnehmerzahl wurde nicht genannt. Auf Facebook hatte die Veranstaltung etwa 1.400 Zusagen. Laut Augenzeugen kamen etwa 500 Personen.


  • An der slowenisch-kroatischen Grenze bei Harmica. (c) REUTERS/SRDJAN ZIVULOVIC


  • Pfefferspray-Einsatz an kroatisch-slowenischer Grenze

    Details zu den Turbulenzen am slowenischen Grenzübergang Harmica-Rigonce:
    Rund 300 Flüchtlinge durchbrachen gegen 19.20 Uhr den Grenzposten in Kroatien und zogen in Richtung Slowenien. Dort war die Polizei mit Spezialeinheiten im Einsatz. Es kam zum Einsatz von Pfeffersprays. Dann beruhigte sich die Lage wieder.

    Anlass des Tumults war, dass die Menschenmenge auf einer Brücke nach vorne gedrängt hatte. Mehrere Männer versuchten, dies voranzutreiben. Die meisten anderen Flüchtlingen schlossen sich aber nicht an, die meisten waren offensichtlich auch sehr erschöpft. Laut Augenzeugen befanden sich in den Flüchtlingsgruppen auch viele Kinder, die teilweise auf der Brücke zu schlafen versuchten.



  • Noch ein Festival-Gelände wird zum Flüchtlings-Quartier. Nach Nickelsdorf ist nun auch in der burgenländischen Gemeinde Wiesen alles bereit. Das teilte das Innenministerium Freitagabend mit Dank an Land, Gemeinde und Arbeiter-Samariterbund, der die Betreuung übernimmt, mit. Bis zu 400 Personen sollen ab Samstag im überdachten Bereich des Festival-Geländes unterkommen.

  • Außenminister Sebastian Kurz reist morgen, Samstag, in die Türkei, um dort über die Flüchtlingskrise zu sprechen. Neben einem Treffen mit seinem Amtskollegen Feridun Hadi Sinirlioglu will sich Kurz auch mit Premier Ahmet Davutoglu austauschen. Die Türkei hat mehr als zwei Millionen Schutzsuchende aus dem benachbarten Bürgerkriegsland Syrien aufgenommen und ist ein Haupttransitland Richtung EU.
  • Sloweniens Regierung erwägt die Einrichtung eines Korridors durch das Land für Flüchtlinge. Sollte der Druck durch den Zustrom von Migranten für Slowenien zu groß werden, werde man über eine solche Maßnahme mit den betroffenen anderen Staaten sprechen, sagt Ministerpräsident Miro Cerar am Freitagabend.


    Der Premier bedauerte, dass Kroatien die "Flüchtlingskrise so schnell entglitten" sei. Ein Einsatz der Armee war laut Cerar abgesehen von "logistischer Hilfe" nicht notwendig. "Wir wollen Gewalt vermeiden." Der Autobahngrenzübergang bei Bregana/Obrezje zwischen Kroatien und Slowenien wurde geschlossen.



  • Flüchtlinge betreten bei Surd wieder ungarischen Boden. (c) EPA/Szilard Gergely


  • Wie die deutsche Bundesregierung am Abend mitteilte, berichtete Kroatiens Premier Milanovic "über die Anstrengungen Kroatiens, bei der Bewältigung der Situation seinen Verpflichtungen vollständig nachzukommen und dabei zu gewährleisten, dass alle Flüchtlinge weiterhin menschenwürdig behandelt werden".

  • Zu turbulenten Zwischenfällen ist es am Freitagabend am kroatisch-slowenischen Grenzübergang Harmica-Rigonce gekommen. Rund 300 Flüchtlinge durchbrachen gegen 19.20 Uhr den Grenzposten in Kroatien und zogen in Richtung Slowenien. Dort war die Polizei mit Spezialeinheiten im Einsatz.

       Die kroatische Grenzwache hatte die Schlagbäume geöffnet, die Beamten zogen sich zurück, sodass am Abend der Übergang in Richtung Kroatien in diesem Abschnitt frei zugänglich war. In Harmica, dem Grenzort in Kroatien, trafen laufend neue Flüchtlinge ein, teilweise per Zug.

  • Mehr Flüchtlinge in Slowenien

    Der Flüchtlingsstrom nach Slowenien nimmt langsam zu. Am Freitag stand der Südosten des Landes, der nahe von Kroatiens Hauptstadt Zagreb liegt, am stärksten unter Druck. Rund 600 Flüchtlinge seien in diesem Teil Sloweniens in den vergangenen 24 Stunden über die grüne Grenze von Kroatien gekommen, so der Leiter der Grenzpolizei in der Polizeibehörde Novo mesto, Anton Stubljar, am Abend in Brezice.  Im Brezice können in einem Zeltlager, das im Hof der dortigen Polizeistation aufgebaut wurde, bis zu 400 Menschen untergebracht werden.  Das Polizeiaufgebot an der Grenze war sichtbar verstärkt, zum Schutz der Grenze wurde auch die Bereitschaftspolizei eingesetzt.

  • Bundeskanzler Faymann versucht Geld für Flüchtlingslager in der Region rund um Syrien aufzustellen. Die geforderte Summe von bis zu fünf Milliarden Euro für Nahrung, Unterkünfte, Unterricht und medizinische Versorgung sollen in einer Sofortmaßnahme für die größten Flüchtlingslager in den Nachbarländern Syriens zur Verfügung gestellt werden. Der Betrag soll zu jeweils rund einem Drittel von Europäischer Union, den USA und den Golfstaaten finanziert werden.


    Den Vorstoß wollte Faymann im weiteren Verlauf des Freitagabends mit dem französischen Premierminister Manuel Valls, dem schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven, dem deutschen Vizekanzler Sigmar Gabriel und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz in Wien besprechen.

  • Das ungarische Außenministerium forderte Aufklärung von Kroatien: Die kroatische Polizei streue unter den Flüchtlingen Gerüchte, wonach sich Ungarn und Kroatien über den Weitertransport der Flüchtlinge geeinigt hätten. Dies sei aber eine „Lüge“, hieß es zunächst in Budapest.

    >> Mehr dazu im Bericht von unsererm Korrespondenten Thomas Roser.
  • Für die österreichischen Behörden heißt es Abwarten. "Wir harren der Dinge, die da kommen", so Polizeisprecher Helmut Marban, der in Heiligenkreuz an der Grenze zu Ungarn ist.

    Das Rote Kreuz sei an Ort und Stelle, auch Bundesheer-Zelte seien aufgestellt, in denen man Flüchtlinge unterbringen könne. Er gehe aber davon aus, dass man die Menschen "zeitnah" mit Bussen - diese stünden voraussichtlich in ausreichender Zahl und Menge zur Verfügung - an andere Orte in Österreich bringen könne.
  • Am späten Nachmittag erhöhte das kroatische Innenministerium noch einmal die Zahl: 17.000 seien nach Kroatien gekommen.
  • Ein irakischer Schlepper ist am Freitag von einem Gericht in Budapest im Eilverfahren in erster Instanz zu fünf Jahren Gefängnis und einer fünfjährigen Ausweisung aus Ungarn verurteilt. Ungarische Medien schrieben am Freitagabend von einem Präzedenzfall, da der Mann am Mittwoch geschnappt und zwei Tage später bereits abgeurteilt wurde.

    Der in Deutschland lebende Iraker hatte am Mittwoch auf der ungarischen Autobahn M5 fünf irakische Flüchtlinge aufgenommen, um sie nach Deutschland zu schmuggeln. Die Migranten verfügten über keinerlei für einen Grenzübertritt berechtigte Dokumente.
  • Keine Information aus Ungarn

    Diese Meldung hat man in den vergangenen Wochen schon öfters gelesen: Das Innenministerium in Wien sei von den ungarischen Behörden im Vorfeld nicht informiert worden, dass Busse mit Flüchtlingen in Registrierungsstellen nahe der österreichischen Grenze gebracht werden, hieß es am Freitagabend.
    Ein Ministeriumsssprecher versichert aber, die Behörden seien vorbereitet, sollte es wieder zu Übertritten von Flüchtlingen aus Ungarn nach Österreich kommen.
  • Unicef mahnt Schutz von Kindern ein

    Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF hat Ungarn zu einer besseren Behandlung der Flüchtlingskinder in dem Land aufgefordert. "Szenen wie die vom Mittwoch, als Kinder zwischen Gewalt und Unruhen gefangen waren, dürfen sich nie wiederholen", hieß es in einer am Freitag in New York veröffentlichten Mitteilung von UNICEF. Ungarn müsse die Flüchtlingskinder besser beschützen und in ihrem Interesse handeln.
  • Lettland und Litauen weiter gegen Quoten
    Lettland und Litauen haben ihr Nein zu EU-Quoten für die Aufnahme von Flüchtlingen bekräftigt. "Wir bestehen darauf, dass es ein freiwilliger Prozess sein muss", sagte die lettische Regierungschefin Laimdota Straujuma am Freitag in der litauischen Stadt Rokiskis.
    Ungeachtet der Widerstände hatten die Regierungen der beiden benachbarten Länder aber der Umsiedlung der von der EU-Kommission vorgeschlagenen Zahl an Flüchtlingen zugestimmt. Lettland will 776 Flüchtlinge aufnehmen, Litauen 1105.
  • Bei Beremend in Ungarn, gleich hinter der Grenze zu Kroatien, werden die Flüchtlinge zu Bussen geleitet. (c) REUTERS/Bernadett Szabo

  • Bis Freitagmorgen registrierten die Zagreber Behörden 14.000 Flüchtlinge. Kroatiens Ministerpräsident Zoran Milanovic. erklärte, sein Land könne den Andrang der Flüchtlinge nicht mehr bewältigen: "Ich sehe kein Problem, dass diese Leute durch Ungarn und Slowenien nach Österreich und Deutschland reisen."
  • Insgesamt will Ungarn 1500 Flüchtlinge über die ungarisch-kroatische Grenze lassen und Richtung Österreich fahren.
  • Die ungarische Polizei hat bestätigt, dass die Flüchtlinge nun von der ungarisch-kroatischen Grenze in Registrierungsstellen nahe Österreich gebracht werden - und zwar in den Grenzort Szentgotthard (gegenüber von Heiligenkreuz) und nach Vamosszabadi, 60 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt.
  • ++Flüchtlinge nach Szentgotthard und Vamosszabadi++
  • Der Flüchtlingsstrom aus Kroatien an die ungarische Grenze reißt nicht ab: Wie ein "Reuters"-Fotograf berichtet, soll soeben ein Zug mit mehr als 1000 Menschen im ungarischen Ort Magyarboly eingetroffen sein.
  • ++Zug mit mehr als 1000 Flüchtlingen aus Kroatien in Südungarn eingetroffen ++
  • Ein Ziel des Transports könnte Vamosszabadi sein. Der Ort liegt etwa 60 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Zur Erinnerung: In der Vorwoche waren tausende Flüchtlinge zunächst von der ungarisch-serbischen Grenze nach Vamosszabadi gebracht worden, von wo sie dann ins nahe Györ marschierten. Dort fuhren Sonderzüge damals an die österreichische Grenze.
  • Die Spekulationen dürften sich bestätigen: Ein ungarischer Polizesprecher erklärte laut "Reuters", dass die Flüchtlinge nun von der ungarisch-kroatischen Grenze in zwei ungarische Registrierungszentren nahe der österreichischen Grenze gefahren werden.
  • ++Ungarische Polizei: Flüchtlinge werden in Bussen zu Registrierungszentren nahe österreichischer Grenze gebracht++
  • Ungarns Außenminister legt nach

    Außenminister Peter Szijarto erhebt schwere Anschuldigungen gegen die kroatische Regierung, die zuvor die Flüchtlinge an die Grenze gebracht hatte: "Anstatt den Menschen zu helfen, ermutigt Kroatien Massen von Menschen zum Begehen einer Straftat, nämlich zum illegalen Grenzübertritt", sagte Szijarto. Auf dieses Vergehen stehen in Ungarn seit Dienstag bis zu drei Jahre Haft. In den ersten Urteilen gab es aber "nur" Landesverweise.
  • Polizisten beobachten den Umstieg von Flüchtlingen aus kroatischen in ungarische Busse. (c) Reuters

  • EU-Kommission rügt Kroatien

    Die EU-Kommission hat Kroatien dafür kritisiert, Tausende Flüchtlinge einfach nach Ungarn umleiten zu wollen. Migranten weiterreisen zu lassen, ohne sie zu registrieren, sei "in der Tat nicht mit den EU-Regeln vereinbar", sagte eine Sprecherin der EU-Kommission am Freitag in Brüssel.
  • "Reuters": Hunderte Flüchtlinge über Grenze nach Ungarn

    Auch die Nachrichtenagentur "Reuters" berichtet, dass hunderte Flüchtlinge mittlerweile die Grenze nach Ungarn überquert haben. Zunächst hätten ihnen noch zwei Humvees mit darauf postierten Maschinengewehren den Weg versperrt. Minuten später seien die Flüchtlinge zu Bussen gebracht worden. Die Destination sei unklar. Die Menschen sollen nun registriert werden, hieß es in einer
    Polizeimeldung.
  • Ungarns Außenministerium: "Das ist eine Lüge"

    Völlig unklar ist zurzeit auch noch, ob Kroatien sein Vorgehen mit Ungarn abgesprochen hat. Das Außenministerium in Budapest bestreitet das jedenfalls vehement. Er wirft kroatischen Polizisten vor, Gerüchte unter Migranten zu verbreiten, wonach sich der ungarische und der kroatische Innenmnister über den Transport der Migranten an die ungarische Grenze geeinigt hätten. Das sei eine "Lüge", so das Außenministerium.
  • Alles blickt nach Beremened

    Eine kurze Zusammenfassung: Die kroatischen Behörden leiten Flüchtlinge nun nach Ungarn um. 19 kroatische Busse mit Flüchtlingen sollen in den ungarischen Grenzort Beremend gefahren sein. Fotos zeigen, wie erste Flüchtlinge dort in ungarische Busse umsteigen. Derzeit gibt es nur Spekulationen, wohin die Menschen gebracht werden. In ungarischen Medien wurde aber bereits über Vamosszabadi als mögliches Ziel spekuliert. Das Flüchtlingslager liegt etwa 50 Kilometer von Österreichs Grenze entfernt.
    von DiePresse.com bearbeitet von Manuel Reinartz 9/18/2015 3:08:27 PM
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