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Flüchtlingsticker3

  • Wegen der ruhigen Lage an Österreichs Grenzen beenden wir fürs Erste unsere Live-Berichterstattung. Wir werden Sie aber selbstverständlich weiterhin auf diepresse.com auf dem laufenden halten.
  • Deutscher Minister schlägt "Winterpaket" für Nahost-Regionen vor

    Angesichts der Flüchtlingskrise hat der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller ein "Winterpaket" für die Menschen in Lagern in der Nahost-Region gefordert. In der "Passauer Neuen Presse" vom Mittwoch schlug Müller vor, "zehn Milliarden Euro aus dem europäischen Entwicklungsfonds, dem für Nachbarschaftshilfe und andern Fonds zu nehmen und damit sofort zu helfen".

    Fünf Milliarden Euro sollten in die Versorgung von Flüchtlingen in der Konfliktregion fließen, die anderen fünf Milliarden Euro in Länder im Süden der EU, wo die meisten Flüchtlinge ankommen.
  • Update zu den Wiener Bahnhöfen: Am Vormittag befanden sich ca. 500 Flüchtlinge am Westbahnhof und ungefähr 850 am Hauptbahnhof. Am Dienstag wurden in Wien insgesamt 122 Asylanträge gestellt, davon lediglich sieben auf den Bahnhöfen.
  • Ein Teil des Flüchtlingsstroms in Serbien verlagert sich nun von der ungarischen an die kroatische Grenze. Dutzende Menschen würden durch die Getreidefelder gen Kroatien ziehen, berichtet Reuters. Die Regierung in Zagreb erklärte, den Menschen auf der Durchreise zu helfen. Doch auf dem Weg lauern Gefahren: Es liegen Minen im Grenzgebiet, Relikte aus dem Bürgerkrieg von 1991 bis 1995. Nun sollen Experten das Grenzgebiet durchsuchen.
  • ++Kroatien schickt Minenxeperten an Grenze zu Serbien++
  • Der Landespolizeikommandat des Burgenlands, Hans Peter Doskozil, während einer Schulung von Soldaten durch die Polizei im Rahmen des heute beginnenden Assistenzeinsatzes.

  • Unkoordinierter Transfer von #Flüchtlingen nach #Traiskirchen führte gestern zu Herausforderungen bei der Unterbringung. #Nickelsdorf #Asyl
  • Ungarn macht ernst

    Die Behörden haben die ersten Verfahren wegen der illegalen Übetretung der Grenze eingeleitet, berichtet die Nachrichtenagentur MTI. 35 Menschen sind betroffen. Seit Dienstag stehen auf das Überwinden des Grenzzauns bis zu drei Jahre Haft.
  • Die Einstellung des Zugverkehrs zwischen Salzburg und Deutschland erfolgte "aufgrund einer Anweisung der deutschen Behörden", sagt ein Sprecherin der ÖBB. Unterdessen steht eine Sperre des Salzburger Hauptbahnhofs weiterhin im Raum. Laut dem Informationszentrum (Info-Z) der Stadt Salzburg gelinge es nicht, die Flüchtlinge vom Bahnhof wegzubekommen. Mittlerweile richteten die Einsatzkräfte in der Bahnhofs-Passage mit Absperrzaunes einen Korridor für die Fahrgäste ein, um den regulären Bahnbetrieb aufrecht zu erhalten.
  • Flüchtlinge in Traiskirchen wollen nicht nach Gabcikovo

    Offenbar finden sich weiterhin nicht genügend Flüchtlinge, die sich von Traiskirchen in die Slowakei verlegen lassen wollen. "Die Interessentensuche läuft noch", erklärt Innenministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck. Der Termin für eine Verlegung der ersten Flüchtlinge nach Gabcikovo sei weiter offen.
  • Die ungarischen Behörden rühmen in einer Grafik die Effizienz des neuen Grenzzauns: Am Montag kamen demnach noch 9.380 Menschen ins Land. Gestern, Dienstag, also nach Schließen des letzten Schlupflochs an der ungarisch-serbischen Grenze und vor allem nach Inkrafttreten der schärferen Gesetze wurden 366 Menschen registriert.
  • Unsere Salzburg-Korrespondentin Claudia Lagler berichtet, dass Flüchtlinge weiterhin am Bahnhofsgelände campieren und nicht in das Ausweichquartier wollen. Immer mehr machen sich auch zu Fuß, mit Taxis und Bussen auf den Weg Richtung deutscher Grenze.
  • ++ Zugverkehr zwischen Salzburg und Deutschland erneut eingestellt ++
  • 20 Rot-Kreuz-Mitarbeiter aus Vorarlberg werden Donnerstagabend nach Wien fahren und zum Großteil bis Sonntag bei der Versorgung von Flüchtlingen helfen. Auch laufe die Quartiersuche in Vorarlberg weiter auf Hochtouren. So werde derzeit etwa eine Halle auf dem ehemaligen Areal der Firma Graf in Feldkirch-Nofels adaptiert. Ab November sollen dort rund 90 Personen einziehen.
  • Seit Mitternacht keine Flüchtlinge in Nickelsdorf und Heiligenkreuz

    In Nickelsdorf waren bis Dienstagabend etwa 7500 Flüchtlinge eingetroffen, seither seien keine mehr gekommen. Heiligenkreuz hatten noch vor Mitternacht rund 550 Menschen mit Bussen erreicht. Auch hier ist die Zahl der Grenzübertritte auf Null gesunken. "Es gibt auch keine Informationen, dass Flüchtlinge kommen", weder offiziell noch inoffiziell, so Polizeisprecher Helmut Marban.
  • Kroatien will Menschen bei Durchreise helfen

    Die kroatische Polizei bestätigt, dass erste Flüchtlinge die serbisch-kroatische Grenze überquert haben. Laut Augenzeugenberichten versuchten sie in den Nachtstunden in Ostkroatien am Grenzübergang Tovarnik/Sid vorbei einzureisen, um der Registrierung auszuweichen. Die kroatische Polizei griff die Flüchtlinge in den umliegenden Maisfeldern auf. Bisher seien rund 150 Menschen eingetroffen, erklärte der kroatische Premier Zoran Milanovic in Zagreb: "Sie werden Kroatien durchqueren können, und wir werden ihnen dabei helfen."
  • Kritik aus Italien

    Die einseitige Initiative Österreichs und anderer Länder zur Aussetzung des Schengen-Abkommens ist besorgniserregend", kritisiert die oppositionelle Fünf-Sterne-Bewegung des Populisten Beppe Grillo. Die Präsidentin der an Kärnten grenzenden norditalienischen Region Friaul Julisch Venetien, Debora Serracchiani, meint: "Wir sehen ein, dass Österreich mit einem außerordentlichen Druck konfrontiert ist und dass die Bevölkerung mit großer Freigiebigkeit auf die Ankünfte der Flüchtlinge aus Ungarn reagiert hat. Die Grenzschließung ist jedoch eine Kapitulation vor Ereignissen, die hoffentlich so kurz wie möglich andauern werden."
  • Flüchtlingsankünfte stark zurückgegangen

    Die Grenzsperre in Ungarn scheint Wirkung zu zeigen: Nur noch rund 8000 Flüchtlinge kamen am Dienstag laut Polizeiangaben im Burgenland an, nach österreichweit knapp 20.000 am Montag.
  • Grenzkontrolle in Nickelsdorf unterbrochen

    Die Grenzkontrolle im burgenländischen Nickelsdorf ist nach nur wenigen Stunden bereits unterbrochen worden. Der Einsatz könnte aber im Laufe des Tages wieder fortgesetzt werden, hieß es von Seiten der Polizei. Bereits zuvor hatte es geheißen, dass man flexibel auf die Situation reagieren werde.
  • Lkw am Grenzübergang Nickelsdorf

  • Im Fernverkehr zwischen Salzburg und München ist wegen der Grenzkontrollen auf deutscher Seite in Freilassing erneut mit Verspätungen bis zu zwei Stunden zu rechnen. Da der Korridorverkehr nach Innsbruck und Bregenz über Zell am See umgeleitet wird, müssen Reisende rund 90 Minuten Verspätung einplanen. Der Regionalzugverkehr nach Freilassing wurde eingestellt. Auch auf den Straßen kommt es wegen temporärer Grenzkontrollen in Deutschland immer wieder zu Staus. Am frühen Mittwochvormittag betrug die Wartezeit am Autobahngrenzübergang Salzburg-Walserberg rund 45 Minuten, am Grenzübergang Freilassing rund 30 Minuten.
  • 1400 Flüchtlinge übernachteten am Bahnhof Salzburg

    Einsatzkräfte berichten von einer angespannten Situation in Salzburg. Rund 1000 Flüchtlinge haben in der Nacht erneut in einem Notquartier am Hauptbahnhof übernachtet. Weitere 400 Flüchtlinge verbrachten die Nacht in einem Zug. Falls nicht bald Züge nach Deutschland weiterfahren, sollen die 400 Personen in einer Notunterkunft in Salzburg-Kasern untergebracht werden. Allerdings wollen die Flüchtlinge den Bahnhof nicht verlassen. Sie haben Angst, die Züge nach Deutschland zu verpassen. Ein Großaufgebot an Polizisten ist im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf und eine geordnete Abreise zu gewährleisten.
  • Kroatien bringt Flüchtlinge, die von Serbien aus die Grenze überquert haben, in ein Erstaufnahmezentrum nahe Zagreb.
  • 367 Personen an der Grenze nach Ungarn festgenommen

    Die ungarische Polizei zieht eine erste Bilanz nach Inkrafttreten der verschärften Einwanderungsregeln: Demnach wurden am Dienstag 367 Flüchtlinge bei dem Versuch festgenommen, die Grenze nach Ungarn zu überwinden. 316 von ihnen sollen sich wegen Beschädigung des Grenzzauns verantworten, die übrigen 51 wegen Verletzung der Einwanderungsregeln.
  • Flüchtlinge verweigern Transport nach Kärnten

    Der angekündigte Transport von 1200 Flüchtlingen aus Ostösterreich in ein Notquartier in Klagenfurt hat in der Nacht nicht stattgefunden. Die Menschen, die nach Deutschland wollen, weigerten sich, in die Sonderzüge Richtung Süden einzusteigen, sagt Polizeisprecher Rainer Dionisio. Am Mittwoch könnte es neue Bestrebungen geben, Flüchtlinge in einer leer stehende Gewerbehalle am Klagenfurter Südring unterzubringen.
  • Auf der Tiroler Inntalautobahn ist es zu einem tödlichen Auffahrunfall gekommen, nachdem ein Lkw wegen der deutschen Grenzkontrollen angehalten hatte. >> mehr dazu
  • Polizei will mit "Maß und Ziel" kontrollieren

    Die Grenzkontrollen, die in der Früh im Burgenland begonnen haben, sollen durchgehend aufrecht bleiben. Solange die Verordnung gilt, würden Fahrzeuge überprüft, sagt ein Sprecher der burgenländischen Polizei. Auf mögliche Verkehrsbehinderungen werde man Rücksicht nehmen. Es solle mit Maß und Ziel kontrolliert werden, damit sich keine allzugroßen Staus an den Grenzen zu Österreich bilden.
  • "Durch Gastfreundlichkeit in Sicherheit investieren"

    Die EU hat aus Sicht der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini ein Eigeninteresse an der Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Bürgerkriegsland Syrien. Aus Syrien würden die meisten Menschen vor der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) fliehen. "Eine Organisation, die wir bekämpfen", sagt Mogherini in einem Interview mit der französischen Zeitung "Liberation". "Wenn wir diese Opfer des Terrorismus nicht aufnehmen, wenn wir nicht in der Lage sind, sie zu schützen, welche Botschaft senden wir an sie ebenso wie an den Rest der Welt?", fügte die EU-Außenbeauftragte hinzu. Es gehe bei der Flüchtlingskrise also auch darum, "in unsere Sicherheit zu investieren, indem wir uns gastfreundlich zeigen".
  • Bundesheer beginnt Assistenzeinsatz im Burgenland

    Der sicherheitspolizeiliche Assistenzeinsatz des Bundesheers beginnt. In der Nacht auf Mittwoch seien Kräfte der Kaderpräsenzeinheiten (KPE) ins Burgenland verlegt worden. Um 11 Uhr finde in Eisenstadt die erste Schulung der Soldaten durch die Polizei statt, teilte das Militärkommando Burgenland mit. Mittwochfrüh seien Soldaten des Jägerbataillons 25 aus Klagenfurt eingetroffen. Sie werden mit Angehörigen des in Güssing stationierten Jägerbataillons 19 und des Panzergrenadierbataillons 35 aus Großmittel ihren Dienst versehen. Die Truppe besteht laut Angaben des Militärkommandos aus insgesamt rund 365 Soldaten.
  • Nach Grenzsperre: Alternativroute über Kroatien

    Nach der ungarischen Grenzsperre gegenüber Serbien zeichnen sich erste Alternativrouten für die in Serbien blockierten Flüchtlinge ab. Die Flüchtlinge scheinen vermehrt auf eine westliche Ausweichroute zu setzen. Erste Flüchtlingsgruppen sind am Mittwoch bereits nach Kroatien gelangt. In Kroatien trifft die Polizei bereits Sicherheitsvorkehrungen. Noch ist undeutlich, ob der Umweg Kroatien sie über Ungarns noch unbefestigte Südgrenze oder über Slowenien nach Österreich führen wird.
  • Mittwochfrüh: Grenzkontrolle in Nickelsdorf. Bild (c) Die Presse (Andreas Wetz)

  • Burgenland: Kontrollen an zehn Grenzübergängen

    An den burgenländischen Grenzübergängen in Nickelsdorf, Deutschkreutz und Schachendorf wird, wie berichtet, bereits kontrolliert. Unser Redakteur Andreas Wetz hat nun erfahren, an welchen weiteren sieben burgenländischen Grenzübergängen im Lauf des Tages ebenfalls Kontrollen stattfinden werden: Kittsee (Autobahn + Bundesstraße), Pamhagen, Klingenbach, Rattersdorf, Heiligenkreuz, Bonisdorf
  • Grenzkontrollen für die nächsten zehn Tage

    Unser Redakteur Andreas Wetz berichtet weiterhin aus Nickelsdorf. Er meldet, dass 180 Polizisten an der burgenländischen Grenze im Einsatz seien, davon kämen aber nur 80 aus dem Burgenland. Die weiteren 100 kommen aus den Bundesländern, auch Polizisten aus Vorarlberg seien im Einsatz. Die Grenzkontrollen sollen zumindest zehn Tage durchgeführt werden. Bei dem Einsatz gehe es nicht nur darum, ein Zeichen zu setzen, sondern auch konkret darum, Schleppern zu zeigen, dass ihr Risiko steigt.
  • Lagebericht aus Nickelsdorf

    Unser Redakteur Andreas Wetz ist in Nickelsdorf vor Ort. Er berichtet davon, dass an der Grenze seit ca. einer halben Stunde gezielt Kastenwägen und Kleintransporter kontrolliert werden. Es habe sich bereits ein Stau gebildet, die Lage sei aber ziemlich entspannt. Auch die Zahl der Flüchtlinge habe über Nacht deutlich abgenommen. Militär sei keines im Einsatz, es handle sich um eine Aktion der Polizei.
  • Österreich beginnt mit Grenzkontrollen

    Österreich hat am Mittwoch in der Früh, 7.00 Uhr, mit Grenzkontrollen aufgrund des Flüchtlingszustroms begonnen. Vorerst waren laut Polizei lediglich drei Übergänge zu Ungarn im Burgenland betroffen. Dabei handelte es sich um Nickelsdorf, Deutschkreuz und Schachendorf. Im Laufe des Tages werde man an zehn weiteren Übergangsstellen mit Kontrollen beginnen, sagte ein Polizeisprecher - auch die Steirmark und Kärnten könnten betroffen sein.

    In Nickelsdorf hat die Polizei einen "Trichter" auf der Autobahn aufgebaut, um den Verkehr zu verlangsamen. Dabei werden selektiv Fahrzeuge angehalten und die Papiere der Insassen überprüft.
  • Deutsche Gemeinden: Wohnungs-Beschlagnahme für Flüchtlinge?

    In Deutschland schauen die Gemeinden bei ihrer Suche nach Unterkünften für Flüchtlinge zunehmend auch auf Gebäude in Privatbesitz. Wenn es gar keine andere Möglichkeit gibt, dürfen die Behörden auf Basis des jeweiligen Landesordnungs- oder Sicherheitsgesetzes sogar vorübergehend Gebäude beschlagnahmen. "Die Beschlagnahme ist aber immer nur Ultima Ratio, und uns ist noch kein Fall bekannt, in dem eine private Immobilie tatsächlich beschlagnahmt worden wäre", sagte Sebastian Schmitz von der Berliner Wirtschaftskanzlei CMS Hasche Sigle.
  • Tausende Menschen von Wiener Bahnhöfen weggebracht

    Der Westbahnhof und der Hauptbahnhof, wo am Dienstagabend noch über 5000 Flüchtlinge ausharrten, sind fast vollständig geräumt worden. "Es war eine positive Räumung. Der Großteil ist geordnet in Quartiere gebracht worden", sagte ein ÖBB-Sprecher. Jeweils rund 150 Flüchtlinge seien noch in den beiden Bahnhöfen.
  • Tag eins der dichten ungarischen Grenze, ein erstes Fazit

    Ungarn hat am Dienstag - dem ersten Tag, an dem es seine Grenzen für Flüchtlinge geschlossen hat - 70 Asylanträge entgegengenommen und 40 davon umgehend abgelehnt. Das sagte der Regierungsberater György Bakondi am Dienstagabend im staatlichen Fernsehen. In Ungarn traten am selben Tag neue Gesetze in Kraft, die das Land vor Flüchtlingen abschotten und ordentliche Asylverfahren praktisch überflüssig machen.
  • Dienstag: Deutsche Polizei stoppte 3500 an Grenze zu Österreich

    Am zweiten Tag der Grenzkontrollen sind an der deutsch-österreichischen Grenze zählte die deutsche Bundespolizei Rosenheim am Dienstag bis Mitternacht rund 3500 Flüchtlinge. Am Montag seien es rund 1200 gewesen. Am Dienstag seien 13 Schlepper festgenommen worden.
  • Polizei: Lage an burgenländischer Grenze "sehr ruhig"

    Der Flüchtlingsstrom über das Burgenland nach Österreich ist in der Nacht auf Mittwoch praktisch zum Erliegen gekommen. Auch im Vergleich zu den vorangegangenen Nächten sei es "sehr, sehr ruhig" gewesen, sagte eine Sprecherin der Landespolizeidirektion Burgenland. Es seien nur knapp 100 Flüchtlinge aufgegriffen worden.
  • Ab sofort setzen wir unseren Live-Ticker zur Flüchtlingskrise wieder fort. Seit Mitternacht gibt es nun wieder Kontrollen an der österreichischen Grenze.
  • Mit diesen Nachrichten verabschieden wir uns heute Abend aus der "Presse"-Redaktion und setzen unseren Live-Ticker zur Flüchtlingskrise Mittwochfrüh fort. Zu diesem Zeitpunkt gibt es in Österreich wieder Grenzkontrollen.
  • Erste Flüchtlinge in Richtung Kroatien unterwegs

    Nachdem Ungarn seine Grenze zu Serbien dicht machte, sind die ersten Flüchtlinge laut Medienberichten bereits in Richtung Kroatiens unterwegs. Busse aus Presevo an der mazedonisch-serbischen Grenze, die bisher Flüchtlinge an die ungarische Grenze brachten, wurden am Dienstagabend zur kroatischen Grenze umgeleitet, berichteten kroatische und serbische Medien. Anstatt "Ungarn" steht auf den Bussen jetzt "Kroatien" und "Sid" (Grenzübergang an der serbisch-kroatischen Grenze) als Destination, berichteten sowohl der kroatische Privatsender N1 als auch der serbische Sender B-92 und die Tageszeitung "Blic" online. Sie beziehen sich auf Informationen ihrer Reporter vor Ort, die sie mit Fotos der so gekennzeichneten Busse bekräftigten.

    Laut "Blic" standen am Abend mindestens 20 Busse für die Abfahrt nach Kroatien bereit. Die serbische Polizei hat laut B-92 außerdem die Busse, die noch nach Ungarn unterwegs waren, in Richtung Kroatien umgeleitet.
  • Die Flüchtlingsansturm auf die Wiener Bahnhöfe blieb unverändert, nachdem die Polizei am Nachmittag dazu aufgerufen hatte keine Flüchtlinge mehr zu den Bahnhöfen zu bringen. Am Westbahnhof befanden sich jedoch weiter über 4000 Migranten, am Hauptbahnhof waren es mehr als 1000, hieß es seitens der Polizei am Abend gegenüber der APA.
  • An der serbischen Grenze spitzt sich die Situation weiter zu. (EPA)

  • "Nemsa (Österreich)?" fragen viele der Flüchtlinge, die Dienstagabend wieder zu hunderten am Grenzübergang beim Wirtschaftspark Heiligenkreuz im Lafnitztal (Bezirk Jennersdorf) eingetroffen sind und die ungarisch-burgenländische Grenze überschreiten. Ein "Yes" entlockt ihnen ein Lächeln. "Not Hungary?" vergewissern sich einige noch einmal.

    Zehn Gelenkbusse, jeweils besetzt mit 70 bis 80 Menschen, unter ihnen viele Familien mit Kindern, sind binnen knapp zweieinhalb Stunden an der Aussteigstelle bei Szentgotthard angekommen. Von der ungarischen Caritas gibt es ebenso Lunchpakete wie kurz darauf nach nur wenigen Metern Fußweg auf österreichischer Seite. Mädchen und Buben freuen sich über Plüschtiere, die sie an einem Stand an sich drücken und natürlich auf ihre weitere Reise mitnehmen dürfen. Auch Schuhe und Kleidung gibt es zur freien Entnahme. Es handelt sich um Sachspenden der Bevölkerung.

    "In zwei Stunden kommt der letzte Autobus", lässt ein ungarischer Polizist an der Grenze kurz vor 21.00 Uhr wissen. Wie viele es bis dahin sein sollen, bleibt offen.
  • Eindrücke von der ungarischen Grenze zu Serbien. (EPA)

  • Bulgarien: Grenzschließungen keine Lösung

    Bulgarien sieht in Abschottung keine langfristige Lösung in der Flüchtlingskrise. "Die Schließung von Grenzen kann das Problem nur vorübergehend lösen", sagte Außenminister Daniel Mitow am Dienstag. Ungarn hatte zuvor angekündigt, nach dem Bau eines Zauns zu Serbien einen weiteren an der Grenze zum EU-Nachbarland Rumänien zu errichten. Zu den EU-Bemühungen zum Umgang mit der wachsenden Zahl an Flüchtlingen sagte Mitow: "Wir dürfen nicht allein über Quoten reden, da sie nichts lösen." Er sprach sich für den Aufbau von Migrationszentren für Flüchtlinge außerhalb der EU aus.
  • Knapp 2000 Flüchtlinge werden die Nacht auf Mittwoch in der Steiermark in Notquartieren versorgt. Am Abend waren laut Polizeisprecher Joachim Huber mehr als 770 am Schwarzlsee, wobei ein Doppeldeckerbus mit rund 100 weiteren Menschen erwartet wurde. In Graz waren am Abend 450 Personen, im Laufe der Nacht werden aber noch 20 Busse mit mehr als 500 Flüchtlingen aus Wien Westbahnhof erwartet.
  • Nach einem eher ruhigen Tag hat es am Abend in Heiligenkreuz im Lafnitztal noch einmal gehörig Bewegung gegeben. Binnen einer Stunde trafen etwa 500 Flüchtlinge ein. Sie waren mit sechs Gelenkbussen nach Szentgotthard auf ungarischer Seite der Grenze transportiert worden. Unter den Flüchtlingen waren wieder viele Familien mit Kindern. Man wolle die Menschen noch am Abend in Quartiere bringen, hieß es von der Polizei.
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