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Flüchtlingsticker3

  • Derzeit befinden sich 50.000 Asylwerber in der Grundversorgung, Konrad rechnet heuer noch mit 30.000 bis 35.000 weiteren. Das Boot sei "noch lange nicht voll".
  • Noch einmal zu Traiskirchen: "Die Zelte gehören weg", betont der Flüchtlingskoordinator. Im Sommer sei das "a Hetz", im Winter aber unzumutbar.
  • Konrad lobt, dass in den letzten Tagen in vielen Bundesländern Notquartiere rasch und unbürokratisch geschaffen worden seien.
  • Für eine Notsituation seien die geforderten Standards für Asylquartiere etwa im Bereich der Bauordnung zu hoch, sagt Konrad. Er fordert daher zeitlich befristete Änderungen. Außerdem plädiert Konrad für ein vereinfachtes und schnelleres Asylverfahren. Zu Traiskirchen sagt er: "Wir sind dabei, diesen Krisenherd zu entschärfen."
  • Der neue Flüchtlingskoordinator Christian Konrad gibt gerade eine Pressekonferenz: "Wir wissen nicht, wie viele Flüchtlinge noch kommen." Österreich habe bereits gezeigt, dass es den Andrang stemmen könne, die Hilfsbereitschaft mache stolz. Seine Aufgabe sei die Organisation von Quartieren, da sei bereits viel passiert. Er sei zuversichtlich, dass man die erforderlichen 15.000- 20.000 dauerhaften Plätze, die heuer noch benötigt würden, noch auftreiben könne.
  • Wieder vier Kinder vor türkischer Küste ertrunken

    Mindestens 13 Bootsflüchtlinge sind laut einem türkischen Medienbericht am Dienstag im Meer zwischen der Türkei und Griechenland ertrunken. Unter den Toten seien auch vier Kinder. Die türkische Küstenwache habe 205 Flüchtlinge aus einem Holzboot gerettet. Das Boot hatte demnach im türkischen Ferienort Datca abgelegt und war auf dem Weg zur griechischen Insel Kos.

    Anfang September hatte der Tod des dreijährigen syrischen Flüchtlingskindes Aylan Kurdi für Aufsehen gesorgt. Der Leichnam des Buben war am Strand der türkischen Küstenstadt Bodrum gefunden worden.
  • Hundreds now pressing against single door surrounded by razor wire. Only (legal) way into Hungary. Firmly shut. http://pbs.twimg.com/media/CO7dQBWXAAALqLm.jpg

  • "Presse"-Redakteurin Anna Thalhammer aus Nickelsdorf: Dass sich die Lage etwas entspannt hat, sieht man auch daran, dass die Polizei wieder Zeit für Geschwindigkeitskontrollen auf der A4 hat.
  • Grenzen dicht, Flüchtlinge in Haft - Ungarns "neue Ära"

    Hier eine kurze Zusammenfassung der seit heute in Ungarn geltenden verschärften Regeln: Illegaler Grenzübertritt gilt ab sofort als Straftat, auf die eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren steht. In Verbindung mit Sachbeschädigung (durch Schäden am seit Montag vollständigen Nato-Draht-Zaun an der Grenze zu Serbien etwa) kann sich die Strafe auf bis zu fünf Jahre erhöhen. Alternative ist eine sofortige Abschiebung. "Wir beginnen eine neue Ära. Wir werden den Fluss illegaler Einwanderer über unsere grüne Grenze stoppen", sagte Regierungssprecher Zoltan Kovacs in der Nacht an der Grenze. An regulären Übergängen kann nach wie vor Asyl beantragt werden, doch Migranten, die aus Serbien kommen und dort noch keinen Asylantrag gestellt haben, werden sofort zurückgeschickt.
  • Sperre der A4 aufgehoben

    Die Ostautobahn (A4) wurde nach einer erneuten Sperre am Vormittag wieder für den Verkehr freigegeben. In den vergangenen Tagen hatte die Polizei die Autobahn in Grenznähe bisher schon mehrmals aus Sicherheitsgründen sperren müssen, weil immer wieder Gruppen von Flüchtlingen die Fahrbahnen überquert hatten oder am Pannenstreifen unterwegs waren.
  • Deutschland: Ischinger für Einsatz der Bundeswehr in Syrien

    Der ehemalige deutsche Außenamts-Staatssekretär Wolfgang Ischinger ist für einen Einsatz der Bundeswehr in Syrien, um mittelfristig den Zustrom an Flüchtlingen von dort zu stoppen . "Unsere Strategie in der Syrien-Krise ist nur dann glaubwürdig, wenn sie mit glaubwürdigen militärischen Handlungsoptionen unterlegt ist", sagte Ischinger, derzeit Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, dem "Münchner Merkur". Die EU müsse imstande sein, über Fragen wie Schutzzonen in Syrien für die Millionen von Flüchtlingen und Flugverbote ernsthaft zu reden. "Wer sich dazu nicht aufrafft, darf sich nicht wundern, wenn weitere Hunderttausende oder Millionen Flüchtlinge bei uns landen."
  • 1000 Flüchtlinge warten in Graz

    Rund 1000 Menschen haben die Nacht im Notquartier in einem ehemaligen Einkaufszentrum in Graz-Straßgang verbracht. Über ihre Weiterreise soll am Vormittag entschieden werden. 300 weitere Menschen, die in der Nacht mit sechs Bussen angekommen waren, konnten um 5.45 Uhr direkt am Ostbahnhof mit einem Zug in Richtung Deutschland weiterreisen. Zwölf Personen haben laut Polizei einen Asylantrag in Österreich gestellt.
  • Lage in Heiligenkreuz ruhig

    Nur einige wenige Flüchtlinge warten am ungarisch-burgenländischen Grenzübergang beim Wirtschaftspark Heiligenkreuz im Lafnitztal auf ihren Weitertransport. Polizeisprecher Gerald Koller berichtet von etwa 500 weiteren Flüchtlingen, die seit der Nacht auf Dienstag eintrafen. Für die Vormittagsstunden werden zwei bis drei weitere Autobusse erwartet,mit denen die ungarischen Behörden Flüchtlinge nach Szentgotthard bringen.
  • Zugverkehr Richtung Deutschland weiter stockend

    Der Zugsverkehr Richtung Deutschland begann erneut sehr stockend. Ein Zug nach München sei bereits abgefahren, ein weiterer sollte um ca. 9.00 Uhr folgen, sagt ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel. Die Strategie der ÖBB bleibt wie am Montag: Die Züge zwischen Salzburg und Tirol werden erneut über Zell am See - also nicht über das "Deutsche Eck" - geführt, weil so die Zeiten trotz erheblicher Verzögerung planbarer waren. Der normalerweise grenzüberschreitende Nahverkehr endet auch am Dienstag wieder vor der Grenze. Und die Fernzüge nach München und weiter sollten grundsätzlich fahren, so Zumtobel. Allerdings warte man bei jedem Zug auf die Freigabe der deutschen Behörden, weil diese ja in Freilassing wieder Kontrollen durchführen.
  • Montags-Bilanz: 15.700 Flüchtlinge in Nickelsdorf nach Österreich, 4500 per Bahn nach Deutschland,

    Etwa 15.700 Flüchtlinge kamen alleine am Montag über den Grenübergang Nickelsdorf nach Österreich, das ist ein neuer Höchststand. Am Dienstag waren es bisher 1800. Rund 4500 Flüchtlinge erreichten indes laut der Bundespolizei am Montag Deutschland per Zug. In der ersten Septemberhälfte waren es auf diesem Weg knapp 92.000.
  • Udo Lindenberg gibt Mini-Konzert für 200 Flüchtlinge

    Rockstar Udo Lindenberg (69) lädt 200 Flüchtlinge am Donnerstag in Bremen zu einem Mini-Konzert ein.
    Für sie wollen der Rocker und seine Band auch ihren Willkommens-Song "Wir werden jetzt Freunde" spielen.
  • Flüchtlings-Quoten: Deutschland will Nein-Sagern EU-Hilfen kürzen

    Auch Deutschland macht verstärkt Druck auf die Gegner einer verpflichtenden Flüchtlings-Quote in der EU: Derzeit sei es so, dass Ländern, die Nein zu einer solchen Quote sagten, nichts passiere, meinte Innenminister Thomas de Maizière Dienstagfrüh im ZDF. Die Flüchtlingsströme gingen an diesen Ländern vorbei. "Deswegen müssen wir, glaube ich, über Druckmittel reden" Der Innenminister stellte sich hinter die Forderung von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, solchen Ländern gegebenenfalls EU-Strukturhilfen zu kürzen. Auch Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann hat diese Forderung bereits aufgestellt.
  • Dienstagfrüh an der serbisch-ungarischen Grenze: Der Zaun ist lückenlos geschlossen, Flüchtlinge werden von ungarischen Sicherheitskräften kontrolliert. Und die neuen, verschärften Regelungen werden bereits exekutiert: Neun syrische und sieben afghanische Flüchtlinge wurden festgenommen wegen Verstoßes gegen die Einreisebestimmungen. (Foto: APA/EPA)

  • 14 Kilometer Stau bei Suben, an anderen Grenzübergängen zu Deutschland freie Fahrt

    Noch eine Verkehrsmeldung: Auf der A8 beim Grenzübergang Suben gibt es Richtung Deutschland einen 14 Kilometer langen Stau. Grund dafür ist die vorübergehende Wiedereinführung von Grenzkontrollen durch Deutschland. Bei der A1 und der A10 beim Grenzübergang Walserberg sowie an den übrigen Grenzübergängen in Richtung Deutschland ist der Verkehr unbehindert.
  • A4 Richtung Wien auch Dienstagfrüh gesperrt

    Die Ostautobahn A4 ist nach Angaben der Asfinag beim Grenzübergang Nickelsdorf in Fahrtrichtung Wien gesperrt. Das sagte ein Asfinag-Sprecher der APA am Dienstag in der Früh. In Richtung Ungarn ist die Autobahn um 6.15 Uhr für den Verkehr freigegeben worden.
  • Obama stellt sich hinter Deutschland

    Im Ringen um Lösungen in der Flüchtlingskrise hat US-Präsident Barack Obama der deutschen Regierung den Rücken gestärkt. Ein Land allein könne diese Krise nicht bewältigen, sagte Präsidentensprecher Josh Earnest am Montagabend vor Journalisten auf die Frage nach dem Vorgehen Deutschlands. Andere europäische Länder müssten auch ihren Teil bei der Aufnahme weiterer Flüchtlinge übernehmen. "Es ist Zeit für andere Länder, ebenfalls vorzutreten", sagte er. Die USA prüfen demnach derzeit, was sie selbst noch zusätzlich tun können. Die USA hatten kürzlich die Aufnahme von mindestens 10.000 syrischen Flüchtlingen angekündigt. Angesichts der Flüchtlingskrise in Europa war die US-Regierung zunehmend unter Druck geraten, mehr Flüchtlinge aus Syrien ins Land zu lassen.
  • Serbien nimmt Flüchtlinge nicht zurück

    Serbien werde keine Migranten mehr aufnehmen, die bereits auf ungarischem Staatsgebiet gewesen seien. Das erklärte der zuständige serbische Minister Aleksandar Vulin am Montag. "Das ist nicht mehr unsere Verantwortung", sagte er der amtlichen Nachrichtenagentur Tanjug. "Sie sind dann auf ungarischem Territorium und ich erwarte von Ungarn, dass sie entsprechend mit ihnen verfahren." Ungarn hat am Dienstag seine Grenze zum südlichen Nachbarland Serbien für Flüchtlinge faktisch geschlossen. Illegal von Serbien nach Ungarn einreisende Asylsuchende könnten unter den seit Mitternacht geltenden neuen Gesetzen binnen Tagen abgeschoben werden, sagte Regierungssprecher Zoltan Kovacs in der Nacht an der Grenze. "Wir beginnen eine neue Ära. Wir werden den Fluss illegaler Einwanderer über unsere grüne Grenze stoppen."
  • Krisenstab bei ÖBB

    Angesichts der anhaltenden Flüchtlingskrise wird um 8.30 Uhr ein Krisenstab der ÖBB zusammentreten. Nach der Sitzung werde es aktuelle Informationen vonseiten der ÖBB geben. Seit Montag 7.00 Uhr fahren die Züge der ÖBB wieder. Am Sonntag um 17.00 Uhr hatte Deutschland den Zugsverkehr von und nach Österreich gestoppt. Laut einer am Montag veröffentlichten und weiterhin gültigen Aussendung werden die Railjet- und EC-Züge von Salzburg nach München in Freilassing (Bayern) gestoppt und von der deutschen Polizei kontrolliert. Deshalb kommt es auf der Strecke zu Verzögerungen von bis zu 20 Minuten.

    Der Nahverkehr zwischen Salzburg und Freilassing bleibt demnach weiterhin unterbrochen. Die S-Bahn fahre zwischen Salzburg Hauptbahnhof und Salzburg Liefering. Die Züge des Nahverkehrs in Bayern fahren der Aussendung zufolge bis Freilassing und von dort wieder retour. Eine durchgehende Fahrt mit Nahverkehrszügen zwischen Freilassing und Salzburg sei derzeit nicht möglich. Sogenannte Korridorzüge zwischen Salzburg und Kufstein in Tirol wurden am Montag über Zell am See umgeleitet, da sich in Deutschland immer wieder Menschen in Gleisnähe oder auf den Schienen befanden. Die Situation könne sich jederzeit wieder ändern und sei "ständig neu zu entscheiden", so ein ÖBB-Sprecher.
  • 1500 Flüchtlinge seit Mitternacht eingetroffen

    1500 seit Mitternacht erwartetete Flüchtlinge sind in Nickelsdorf eingetroffen. Insgesamt seien rund 1500 Menschen aus Ungarn über die Grenze gekommen, sagte Franz Recker vom Einsatzstab im Burgenland. In Heiligenkreuz im Lafnitztal seien seit 05.00 Uhr in der Früh rund 120 Flüchtlinge eingetroffen. Prognosen darüber, mit wie vielen Neuankünften im Burgenland am Dienstag in etwa zu rechnen sei, konnte Recker nicht abgeben. Das sei zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich. Die Lage wird aber als "ruhig" eingestuft.
  • Guten Morgen, wir setzen ab sofort unsere Live-Berichterstattung zur Flüchtlingskrise fort!
  • Mikl-Leitner: Kein Beschluss über Flüchtlingsverteilung

    Die EU-Innenminister haben laut der österreichischen Ressortchefin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) gar nicht über eine Flüchtlingsquote diskutiert und auch keinen Beschluss getroffen. Sie widerspricht damit den Darstellungen des deutschen Innenministers De Maiziere, der eine Grundsatzeinigung verkündet hatte. Gegen eine Einigung hätten sich vor allem die mittel-osteuropäischen und die baltischen Staaten gestellt. Das Ziel zur Verteilung von zusätzlich 120.000 Flüchtlingen in Europa sei nur "eine Empfehlung" des luxemburgischen EU-Ratsvorsitzenden Jean Asselborn. "Wir hatten keinen Beschluss in dem Sinne. Aber nichtsdestotrotz muss sich Europa so rasch wie möglich wieder an einen Tisch setzen und weiter verhandeln." Ein EU-Sondergipfel sei bisher aber noch nicht beschlossen worden.
  • 300 Flüchtlinge in St. Pölten eingetroffen

    In St. Pölten sind am Montagabend 300 Flüchtlinge mit sechs Autobussen angekommen. Als Zwischenstation dient ihnen der städtische Wirtschaftshof, der entsprechend adaptiert wurde. In zwei Hallen stehen 300 Betten zur Verfügung, unter anderem wurden auch Waschgelegenheiten eingerichtet und WC-Wagen von den Feuerwehren organisiert. Die Flüchtlinge werden von der Caritas, vom Samariterbund und Roten Kreuz betreut.
  • Grenzübergang von Ungarn nach Österreich: Flüchtlingskinder in Heiligenkreuz im Lafnitztal. (c) Die Presse (Stanislav Jenis)

  • 2000 Flüchtlinge auf den Wiener Bahnhöfen

    An die 2000 Flüchtlinge hielten sich Montagabend auf den beiden großen Wiener Bahnhöfen auf. Auf beiden Bahnhöfen kontrollieren die ÖBB den Zugang zu den Bahnsteigen. Die Flüchtlinge werden nach und nach vom Roten Kreuz und der Berufsrettung in Quartiere gebracht, berichtete ein Polizeisprecher. Die ÖBB sahen keinen Grund, die Bahnhöfe zu schließen. Um überfüllte Züge zu vermeiden, wird jetzt allerdings beim Zutritt zu den Bahnsteigen kontrolliert, ob die Betreffenden ein gültiges Ticket haben. Die Polizei geht davon aus, dass höchstens Einzelne auf den Bahnhöfen übernachten müssen, die Menschen würden laufend in Quartiere gebracht.
  • Serbien will sich gegen Abschiebungen aus Ungarn wehren

    Serbien werde keine aus Ungarn abgeschobenen Flüchtlinge annehmen. Dies erklärte Nenad Ivanisevic, Staatssekretär im Belgrader Arbeitsministerium, am Montagabend. Von den serbischen Behörden würden nur Menschen akzeptiert, die auf Basis von Rückführungsabkommen nach Serbien zurückkehrten. Nach Einschätzungen des nationalen serbischen Flüchtlingskommissariates hielten sich mit Stand Montagabend etwa 3400 Flüchtlinge in Serbien auf.
  • An der Grenze: In Heiligenkreuz hilft das Bundesheer beim Aufbau von Zelten. Im Laufe des Tages waren mehrere tausend Flüchtlinge in Heiligenkreuz eingetroffen. Bild (c) APA (Michael Gruber)

  • Zu wenig Hilfe für Syriens Nachbarstaaten

    "Wir haben schon lange davor gewarnt. Wenn das Geld nicht zur Verfügung steht, die Leute in den Nachbarländern im Elend wohnen müssen und keine Hoffnung auf eine Rückkehr in die Heimat besteht, dann fliehen sie", sagte UNHCR-Sprecherin Melissa Fleming bei einer von der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik veranstalteten Diskussion am Montagabend in Wien.

    25 Prozent der im Libanon lebenden Menschen sind ihr zufolge syrische Flüchtlinge, in vielen Städten würden mehr Geflohene als Einheimische leben. "Für diese Regionen ist fast nichts an Entwicklungshilfe gekommen, es ist also klar, dass Staat und Gesellschaft dort sagen, dass nicht mehr geht", erklärte sie. "Die Menschen haben lange darauf gewartet, dass sie zurück gehen können, aber die Gefahr im Heimatland und die Verknappung der Versorgung in den Nachbarländern macht das unmöglich", betonte auch Christoph Riedl, Geschäftsführer des Diakonie Flüchtlingsdienstes.
  • Unsere Redakteurin Claudia Lagler berichtet von einer Pressekonferenz aus Salzburg. Bürgermeister Heinz Schaden und Landeshauptmann Haslauer rechnen demnach mit 600 Flüchtlingen über Nacht. Sie loben die Einsatzkräfte, bis jetzt sei alles "gelungen". Hauslauer gibt aber zu bedenken, dass man das Land Salzburg nicht überfordern solle.
  • Farid, 19, Grafikdesigner aus Afghanistan sitzt auch am Hauptbahnhof fest. Sein Bruder wurde von den Taliban getötet, woraufhin seine Eltern beschlossen, nicht noch einen weiteren Sohn verlieren zu wollen und ihn fortschickten.

  • Basescu: "Faymann Clown Europas"

    Rumäniens Ex-Präsident Traian Basescu bezeichnet Österreichs Kanzler Faymann als "Clown Europas". Nun sei ein "Kollaps des Schengen-Systems" eingetreten, sagte Ex-Präsident Traian Basescu am Montag. Europa sei unfähig gewesen, die Grenzen der Freiverkehrszone aufrecht zu erhalten. Faymanns Idee der finanziellen Sanktionen, nachdem die EU-Gelder rechtmäßig bewilligt worden seien, ist laut Basescu ein "Missbrauch".
  • Kurzer Lagebericht vom Wiener Hauptbahnhof

    Unsere Redakteurin Stefanie Kompatscher befindet sich am Wiener Hauptbahnhof. Sie hat mit einem syrischen ehemaligen Manager als Aleppo gesprochen, der lange Jahre in Dubai arbeitete, ehe es ihn zurück ins Heimatland zog. Dort wollte er etwas Neues aufbauen, ehe er nach seiner Regimekritik von der Straße weg verhaftet wurde und in Haft auch gefoltert wurde. Davor sei er ein reicher Mann gewesen. Er hasse sein Land, sagt er heute. Er wolle nie wieder zurück, nur seine Familie wolle er nachholen. Er selbst schätzt, dass rund 20 Prozent der Flüchtlinge am Bahnhof Syrer seien, sonst seien vor allem Iraker und Afghanen vor Ort. Aber sie allen wollen weiter nach Deutschland.
  • Die aktuelle Lage am Wiener Hauptbahnhof: Viele Flüchtlinge, viele Helfer. Bild (c) Stefanie Kompatscher

  • Balkanstaaten sichere Drittländer, Türkei (noch) nicht

    Der deutsche Innenminister Thomas De Maiziere hat nach dem EU-Sondertreffen am Montag in Brüssel zur Flüchtlingskrise verkündet, es gebe einen konkreten Zeitplan für die Errichtung von Hotspots zur Registrierung von Flüchtlingen an den EU-Außengrenzen. Einigung habe es über die Balkanländer als sichere Drittstaaten gegeben. Dies betreffe derzeit "nicht die Türkei. Über die Türkei wird man sicher weiter reden müssen".
  • Flüchtlinge versuchen per Taxi und per Anhalter nach Wien zu kommen. Bild (c) APA (Herbert P. Oczeret)

  • Ungarn sperrt Luftraum an Grenze zu Serbien

    Ungarn hat den Luftraum entlang der serbischen Grenze in einem 20 Kilometer breiten Korridor bis zu einer Höhe von 1350 Meter gesperrt. Der internationale Flugreiseverkehr sei nicht betroffen, teilt die Nationale Verkehrsbehörde mit. Die Maßnahme solle es Polizei, Militär und Sanitätern ermöglichen, den Luftraum zu nutzen, um ihren Aufgaben im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise nachzukommen.
  • Bayern: Womöglich Monate Grenzkontrollen

    Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) rechnet damit, dass die von Deutschland wegen des Flüchtlingsandrangs eingeführten Grenzkontrollen mehrere Monate dauern könnten, "bis insgesamt in Europa wieder eine vernünftige Situation erreicht ist". Das sagte er am Montagabend im ZDF. "Die Menschen müssen sich jetzt daran gewöhnen, dass jeder auch seinen Ausweis dabei hat."
  • Grenzkontrollen für Schweizer Regierung kein Thema

    Die Schweizer Regierung (Bundesrat) zieht derzeit nicht in Betracht, an den Grenzen des Landes rund um die Flüchtlingsströme nach Europa wieder Grenzkontrollen einzuführen. Die Voraussetzungen dafür seien nicht gegeben, hält er fest. Weder die öffentliche Ordnung noch die innere Sicherheit seien bedroht.
  • Flüchtlinge: Grundsatzeinigung auf Verteilung von 160.000

    Der deutsche Innenminister Thomas De Maiziere hat nach dem EU-Sonderrat am Montag in Brüssel von einer "Grundsatzeinigung auf die Verteilung von 160.000" Flüchtlingen in der Europäischen Union gesprochen. "Wir haben aber noch nicht die Festlegung auf die Quoten erreicht und auch nicht auf das Verfahren im Einzelnen". Dies soll erst bei der nächsten Ratssitzung der EU-Innenminister am 8. Oktober beschlossen werden. "Ich fand es nur wichtig, eine politische Übereinstimmung zur Verteilung der 160.000 heute mit nach Hause zu bringen und nicht durch eine Festlegung auf eine Quote die Grundeinigung sogar zu gefährden", so De Maiziere.
  • Flüchtlingsströme nach Nickelsdorf statt Heiligenkreuz

    Dem burgenländischen Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil sei bei einem Treffen mit dem Polizeidirektor von Györ am Nachmittag zugesagt worden, dass Ungarn versuchen werde, die Flüchtlingsströme nach Nickelsdorf zu leiten, berichtete Polizeisprecher Gerald Pangl. "Dort sind wir in Sachen Infrastruktur besser aufgestellt als in Heiligenkreuz", fügte der Polizeisprecher hinzu. "Die Witterung spielt jetzt auch nicht mehr mit", sagte Pangl. "Es regnet immer wieder, die Menschen suchen Schutz unter dem Flugdach. Familien mit Kindern hoffen, noch Plätze in einem der Busse zu bekommen."
  • 5000 Flüchtlinge noch heute in Nickelsdorf erwartet

    Die Einsatzkräfte in Nickelsdorf rechnen für heute Abend mit der Ankunft von weiteren 5000 Flüchtlingen. Von ungarischer Seite seien fünf Züge mit jeweils 1000 Menschen an Bord avisiert worden, sagte Polizeisprecher Gerald Pangl. Mit einem Nachlassen des Flüchtlingsstrom rechne man erst für Mittwoch. Schätzungen zufolge könnten heute bereits rund 12.000 Flüchtlinge in Nickelsdorf eingetroffen sein, sagte der Polizeisprecher. Der Zustrom an Menschen, die von Ungarn zu Fuß zum Grenzübergang kommen, habe seit dem Nachmittag aber merklich nachgelassen.
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