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  • +++ Polizei: Lage in Heiligenkreuz droht zu eskalieren +++
  • Bayerns Innenminister: "Viele sind keine wirklichen Flüchtlinge"

    Bayerns Innenminister Joachim Herrmann rechnet damit, dass die wieder eingeführten Grenzkontrollen mindestens einige Wochen dauern. Es müsse stärker kontrolliert werden, weil "viele unterwegs sind, die keine wirklichen Flüchtlinge sind", sagt der CSU-Politiker dem Bayerischen Rundfunk. "Es hat doch keinen Sinn, auch nicht im Interesse der Flüchtlinge, ein solches Chaos entstehen zu lassen, und gleichzeitig geht es auch um die Sicherheit in der Bundesrepublik Deutschland".
  • Die Lage hier am Westbahnhof scheint recht ruhig, es sind nur wenige Flüchtlinge hier. Offenbar wurde versucht, viele in den Notquartieren zu halten, bis es Informationen über die Weiterreise gibt. Die wenigen Flüchtlinge, die hier übernachtet haben oder nun kommen, sind ratlos. Sie fragen, was sie tun sollen, wohin sie von hier aus fahren können, ob sie zu Fuß weiter müssen. Derzeit bleiben alle Fragen offen.
  • Doskozil: Lage in Heiligenkreuz im Griff

    Laut Burgenlands Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil habe man die Lage in Heiligenkreuz, dem neuen Flüchtlings-Hotspot im Burgenland, vorerst im Griff: "Wir haben dorrt eine Außenstelle der Einsatzleitung eingerichtet und zwei, drei Hallen angeschaut, wo wir Menschen kurzfristifg unterbringen können. Einen ersten Schwung können wir dort in Empfang nehmen", sagte er gegenüber Ö1.
  • Diese Männer haben die Nacht hier verbracht und wissen nicht, ob sie heute nach Deutschland weiterfahren können. Von den Kontrollen wissen sie noch nichts , aber sie haben ohnehin alle keinen Pass, erzählen sie. Die meisten von ihnen sind aus Syrien, manche aus Pakistan, manche aus dem Irak.

  • Der Zugverkehr mit Deutschland ist seit dem frühen Morgen wieder aufrecht, allerdings gibt es weiter Einschränkungen auf der Strecke Salzburg-München. Dort befinden sich Flüchtlinge auf den Gleisen, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn erklärte. Die Verbindung mit Budapest ist ausgefallen, ebenso mit Nickelsdorf. Vom Wiener Westbahnhof berichtet "Presse" Redakteurin Rosa Schmidt-Vierthaler.

  • Kommt Assistenzeinsatz des Bundesheeres?

    Außenminister Sebastian Kurz kündigte noch Sonntagabend in der ORF-Sendung „im Zentrum“ an, dass das Innenministerium das Bundesheer zum Assistenzeinsatz anfordern könnte. Innenministerin Mikl-Leitern hat empfohlen, im Gleichklang mit Deutschland vorzugehen. Dazu wären lückenlose Grenzkontrollen nötig. Und das wiederum würde einen sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz des Bundesheeres erfordern, erfuhr die "Presse" aus dem Innenministerium. Das Heer ist bereits jetzt zur Unterstützung der Hilfsmaßnahmen im Einsatz.
  • "Die Presse"-Leitartikel: Deutschland gibt uns unsere Verantwortung zurück

    "Eine rasche EU-weite Lösung mit verbindlichen Quoten ist eine Illusion: Österreich steht nun, da die deutsche Großzügigkeit an unserer Grenze endet, mehr oder weniger allein da. Es muss für sich eine Entscheidung treffen. Es ist eine zwischen Herz und Hirn, zwischen Gefühl und Verstand. Dass wir Flüchtlinge aufnehmen sollen, ist unbestritten. Die Frage ist, wie viele wir aufnehmen können. Eine unkontrollierte Masseneinwanderung kann es nicht geben", schreibt Oliver Pink im aktuellen Leitartikel. Den vollständigen Text lesen Sie hier.
  • Amnesty warnt vor "lebensgefährlichem Chaos" in Ungarn

    Nach der Wiedereinführung von Grenzkontrollen warnt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International in drastischen Worten vor den Folgen: "Flüchtlinge in Ungarn drohen im lebensgefährlichen Chaos zu versinken", hieß es am Sonntag in einer gemeinsamen Erklärung der österreichischen und der deutschen Sektion von Amnesty. Es sei das Gebot der Stunde, ein gemeinsames Hilfsangebot an Ungarn zu richten und das Land bei der Erstaufnahme von Schutzsuchenden zu unterstützen.
  • Die Kontrollen in der Praxis: Szene an der Grenze bei Freilassing

    Um 21.03 Uhr bauen vier deutsche Polizisten die Kontrolle am bayerischen Grenzübergang Freilassing auf, um 21.07 Uhr halten sie die ersten Flüchtlinge an: Drei junge Syrer wollen zu Fuß von Österreich nach Deutschland: "Kann ich ihre Pässe sehen, bitte", sagt ein Bundespolizist zu den Männern. Die drei jungen Männer setzen sich nach dem erzwungenen Stopp entkräftet auf den Fußweg, der neben der Bundesstraße 20 Deutschland mit Österreich verbindet. "Wir sind seit 22 Tagen zu Fuß durch Europa unterwegs", sagt der 27-jährige Hatem Ali Ahadsch erschöpft und nimmt einen Stoß seines Asthmasprays. Wie es weitergeht, weiß er nicht. Was er weiß: "Wir denken, dass Deutschland das einzige Land in Europa ist, das uns wie Menschen behandeln wird". Wie es weitergeht, wissen aber offenbar auch die Polizisten nicht: "Hallo, wir haben hier drei Syrer, was sollen wir mit denen machen?", funkt ein Beamter zum wiederholten Male.
  • Verlagerung der Routen: Heiligenkreuz neuer Hotspot

    Konzentrierte sich die Aufmerksamkeit in den vergangenen Tagen auf Nickelsdorf, so gibt es im Südburgenland nun einen neuen Hotspot: Heiligenkreuz im Lafnitztal. Seit Sonntagnacht sind laut der Polizei dort bereits mehr als 1000 Flüchtlinge eingetroffen, und tausende weitere werden im Verlauf des Montags erwartet, wie der stellvertretende Landespolizeidirektor Christian Stella gegenüber dem Ö1-Frühjournal sagte.
  • Gestrandet: Flüchtlinge in einer Sammelstelle, eingerichtet in einer Tiefgarage beim Hauptbahnhof Salzburg. (Foto: APA)

  • Brüssel stimmt Deutschlands Grenzkontrollen zu.

    Die EU hat sich in einer ersten Reaktion zustimmend zu den Deutschen Grenzkontrollen geäußert. Diese sind durch den Schengen-Vertrag gedeckt, sofern es eine vorübergehende Maßnahme bleibt. Doch genau das ist zum jetzigen Zeitpunkt ja noch unsicher: wie lange die Kontrollen tatsächlich andauern.
  • Kurz zusammengefasst noch einmal die Ereignisse des gestrigen Tages:

    Deutschlands Innenminister Thomas de Maizière hat am späten Nachmittag die Einführung von Kontrollen an den Grenzen zu Österreich angekündigt. Wie lange diese dauern werden, darauf legte er sich nicht fest: "Das wäre nicht klug, das jetzt schon zu sagen. Aber es wird schon eine Weile dauern. " Tausende Flüchtlinge sind daher vorerst in Österreich gestrandet. Wie die österreichische Bundesrgierung reagieren wird, war zunächst nicht völlig klar. Außenminister Sebastian Kurz sagte allerdings am Abend Folgendes: "Wir sind das letzte attraktive Zielland vor Deutschland. Insofern gibt es nur eine Option, und zwar im Gleichklang mit Deutschland zu agieren. Alles andere würde zu einer völligen Überforderung führen".
  • Guten Morgen, wir setzen ab sofort unsere Live-Berichterstattung zur Flüchtlingskrise fort!
  • Merkel stimmte sich mit Hollande ab

    Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat sich mit dem französischen Präsidenten Francois Hollande über das weitere Vorgehen in der Flüchtlingskrise abgestimmt. Beide seien sich in der Beurteilung der gegenwärtigen Situation einig, teilte eine Regierungssprecherin in Berlin mit.

    Deutschland und Frankreich seien übereingekommen, das Sondertreffen
    der EU-Innen- und Justizminister gemeinsam vorzubereiten.
    Die Ressortchefs beraten an diesem Montag in Brüssel über die Verteilung von 120.000 Flüchtlingen. Das Vorhaben, dafür eine feste Quote festzulegen, ist unter den EU-Staaten umstritten.

  • Sperre des Münchner Hauptbahnhofs aufgehoben

    Die Sperre des Münchner Hauptbahnhofs ist knapp zwei Stunden wieder aufgehoben worden. "Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Reisenden", sagte der Sprecher der deutschen Bundespolizei, Simon Hegewald. Ein Sprengstoff-Spürhund hatte gegen 18.00 Uhr in der Nähe des Infopoints angeschlagen. Eine Gruppe von Entschärfern habe daraufhin einen Gegenstand untersucht und um 19.50 Uhr Entwarnung gegeben.

  • Zum Bahnverkehr:

    Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) leiten Züge, die eigentlich über
    das "Deutsche Eck" fahren, von Salzburg über Zell am See nach Innsbruck
    um, da der Zugverkehr von Österreich nach Deutschland auf Ansuchen des
    Nachbarlands gestoppt ist.
    "Auch Korridorzüge sind betroffen",
    bestätigte eine ÖBB-Sprecherin.
    Die Fahrzeit verlängert sich dadurch um etwa 90 Minuten.

    Weitere Informationen siehe
    fahrplan.oebb.at
  • "Griechenland ist unfähig, seine Grenzen zu schützen"

    Ungarn will unterdessen bei der EU-Kommission darauf drängen, dass die
    Europäische Union Griechenland bei der Kontrolle der Außengrenzen
    unterstützt.
    Das sagte der ungarische Außenminister Peter Szijjarto am
    Sonntagabend in Dunakeszi bei Budapest.
    Der Minister begrüßte die
    Entscheidung Deutschlands zur Wiedereinführung von Kontrollen an der
    österreichischen Grenze.
    Deutschland verteidige damit die europäische Wertordnung.

    Jedoch reiche dies zur Lösung der Flüchtlingskrise nicht aus, die
    griechische Ostgrenze bleibe ein Problem.
    "Griechenland ist unfähig, seine Grenzen zu schützen", sagte Szijjarto. Damit wiederholte der Minister eine bereits von
    Ministerpräsident Viktor Orban vertretene Position.
    Zum Schutz der
    griechischen Grenze müssten alle EU-Staaten beitragen, sagte Szijjarto.

    Ungarn sei bereit, dafür Grenzschützer nach Griechenland zu schicken.

  • Situation auf den österreichischen Bahnhöfen

    Die Betreuung von Flüchtlingen am Wiener Westbahnhof ist Sonntagabend
    trotz der Nachricht von der deutschen Grenzschließung unverändert
    weitergegangen.
    Der Eisenbahnregelbetrieb bis Salzburg laufe, hieß es
    seitens ÖBB und Caritas.
    Laut APA herrsche Ruhe. Menschen
    lagerten im und um den Bahnhof, der Transport in Notquartiere lief
    weiter.

    Bis zum frühen Abend waren am Sonntag 3000 Menschen am Westbahnhof
    angekommen, 3
    800 seien weitergereist, hieß es nach der örtlichen
    Lagebesprechung seitens der Caritas.
    Nur 54 hätten um Asyl angesucht. Am
    Abend waren noch rund 300 Menschen am Bahnsteig 1 versammelt und
    warteten auf den Bustransport in die Notquartiere.
  • Faymann: Weitere Vorgehensweise unklar

    Nach der Ankündigung Deutschlands, Grenzkontrollen einzuführen, gab Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) an, man könne den "Rückstau" aufgrund des Zulaufs aus Ungarn nicht absehen. Am Sonntagabend war vorerst nicht einmal in Erfahrung zu bringen, wie viele Flüchtlinge derzeit in Österreich sind. Zahlen zum Bedarf an Notquartieren gab es ebenso wenig wie Prognosen, wie viele Flüchtlinge in den kommenden Tagen nach Österreich kommen könnten, ohne nach Deutschland weiterzureisen.

    Der Einsatzstab traf am Sonntagabend zusammen, sagte der Sprecher von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), Details gab es vorerst keine. Der Sprecher des Innenressorts verwies überhaupt an das Bundeskanzleramt - dieses sei im Krisenfall für die Gesamtkoordination verantwortlich.

  • Bahnverkehr von Deutschland nach Österreich ist nicht betroffen

    Der Bahnverkehr von Österreich nach Deutschland ist bis Montag um 6.00
    Uhr eingestellt.
    In der Gegenrichtung fahren jedoch weiterhin Züge.

    Weitere Informationen siehe
    fahrplan.oebb.at
  • Reaktionen zu den Kontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze:

    Der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere (CDU) sagte, man habe Österreich zum Vorgehen konsultiert. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) bestätigte dies. Man sei eingebunden worden - wenn auch mit wenig Vorlaufzeit.

    Der bayerische Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) reagierte mit Genugtuung auf die Einführung der Grenzkontrollen und reklamierte die Initiative für sich: "Es war jetzt nach acht Tagen einer zusätzlichen Völkerwanderung dringend notwendig, dieses Signal zu geben". Er habe der Bundeskanzlerin "am Samstag um 13.26 Uhr" die Bitte nach Grenzkontrollen übermittelt. Bereits um 17.39 Uhr hätten die Koalitionspartner in einem Gespräch dann zugestimmt.
  • In Wien ist man vorbereitet

    "Wir waren eigentlich nicht überrascht", sagte der Wiener Flüchtlingskoordinator Peter Hacker am Sonntagabend in der ORF-TV-Sendung "Wien Heute" zur Entscheidung Deutschlands, Grenzkontrollen wieder einzuführen. "Wir waren auch darauf vorbereitet, dass der Zugverkehr nach Deutschland ein kleines Hemmnis erfährt", sagte Hacker. Die Hilfsbereitschaft der Wiener sah er durch die neue Entwicklung ebenfalls nicht in Gefahr. Sie sei nicht dadurch geprägt gewesen, "dass wir helfen und winken", sondern das sei schon ein Statement gewesen. Er glaube, "dass das völlig uneingeschränkt so weitergeht".

    Zur Frage der Unterkünfte betonte Hacker, dass Wien noch nicht am Plafond angekommen sei. Auch in der vergangenen Nacht wurde Hacker zufolge die Kapazität bei weitem nicht ausgeschöpft. Es gebe mehrere feste Gebäude, in denen etliche hundert Flüchtlinge untergebracht werden könnten. "Wir bereiten uns darauf vor, dass die Menschen mehrere Tage da bleiben", sagte Hacker. Man sei dafür gewappnet, "dass wir auch kochen müssen".

  • Münchner Hauptbahnhof komplett gesperrt und evakuiert

    Zunächst wurde nur der Zugverkehr auf den Gleisen 16 bis 21 eingestellt, anschließend wurden auch die anderen Bahngleise geräumt. Hunderte Reisende mussten die Schalterhalle verlassen. Die Sperre gelte für mindestens eine Stunde, sagte ein Polizeisprecher. Ein Sprengstoff-Spürhund habe in der Nähe des Infopoints angeschlagen, teilte die deutsche Bundespolizei mit. "Das hat nichts mit den Flüchtlingen zu tun", betonte ein Polizeisprecher.
  • Reisende müssen mit Grenzkontrollen rechnen

    Die deutsche Bundespolizei werde für die mit Sonntag 17.30 Uhr eingeführten Grenzkontrollen "auf alle verfügbaren Einheiten und Dienststellen zurückgreifen". Das teilte das Bundespolizeipräsidium mit. Reisende müssen mit Kontrollen rechnen und sind wie immer verpflichtet, beim Überschreiten der Grenze Reisepass oder Personalausweis mitzuführen.

    Es handle sich um "Grenzkontrollen an den Binnengrenzen auf Grundlage des Schengener Grenzkodexes", die in enger Abstimmung mit der deutschen Bundeszollverwaltung und der Polizei des Freistaates Bayern durchgeführt werden. Grundlage sei eine entsprechende Entscheidung des deutschen Innenministers.

  • Signal an Schlepper

    Die temporäre Grenzkontrolle soll ein Signal an die Schlepper sein, jedoch nicht das Asylrecht beeinträchtigen, so Werner Faymann.
    Zudem gehe es darum, Menschen aus von Österreich bereits als sicher eingestuften Herkunftsländern auch in Deutschland keine falschen Hoffnungen zu machen. Es solle jedenfalls zu keinem Chaos und zu keinem so großen Rückstau kommen, dass die Versorgung in Österreich nicht mehr zu bewältigen sei.

    Die Kooperation mit Deutschland soll weiterhin eng gehalten werden. In das Vorgehen von Deutschland sei man - mit wenig Vorlaufzeit - eingebunden worden.
    von DiePresse.com bearbeitet von DiePresse.com 9/13/2015 5:06:28 PM
  • Treffen zwischen Faymann und Merkel in Berlin

    Bundeskanzler Werner Faymann, Vizekanzler Reinhold Mitterlehner und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner werden Dienstagmittag auf die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie auf den deutschen Innenminister Thomas de Maiziere treffen.

    Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) wäre am liebsten, wenn die Kontrollen Deutschlands
    "nicht am Rücken von Asylwerbern ausgetragen und humanitär ausgeführt werden. Ich gehe davon aus, dass das die deutsche Kanzlerin auch so sieht", sagte er am Sonntag
    .



  • Münchner Hauptbahnhof evakuiert

    Ein Sprengstoff-Suchhund hat in der Nähe des Infopoints angeschlagen, der Zugverkehr wurde auf den Gleisen 16 bis 21 eingestellt. "Das hat nichts mit den Flüchtlingen zu tun", betonte ein Polizeisprecher.
  • Lage am Bahnhof Salzburg vorerst ruhig

    Am Abend wird ein Zug mit 650 Flüchtlingen erwartet, sie werden die Notquartiere am Bahnhof beziehen. Ob noch weitere Züge ankommen werden, ist nicht bekannt.
  • Tschechien verstärkt Kontrollen an Grenze zu Österreich

    Tschechien reagiert hingegen laut Innenminister Milan Chovanec auf die Grenzkontrollen mit verstärkten Kontrollen an der österreichischen Grenze. Wie stark diese ausfallen werden ist davon abhängig, wie viele Flüchtlinge auf die Route über Tschechien auszuweichen versuchen.
  • Trotz der deutschen Maßnahmen werde es keine zusätzlichen Kontrollen an der Grenze zu Ungarn geben, meint Bundeskanzler Werner Faymann nach einer Sitzung der Flüchtlingstascforce. Wie sich die Kontrolle der Deutschen auf Österreich auswirken werde, kann man aber nicht abschätzen. Die bereits bestehenden stichprobenartigen Kontrollen an der ungarischen Grenze werden fortgeführt, so Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP).
  • +++ Faymann: Keine durchgehenden Kontrollen an Österreichs Grenze zu Ungarn +++
  • Einstellung des Zugverkehrs vorerst bis Montagmorgen 6.00

    Erste Details zur Einstellung des Zugverkehrs: Diese gilt vorerst bis Montagmorgen 6.00, wie eine Bahnsprecherin mitteilte. "Die DB hat auf Weisung der Bundesbehörden ab sofort für die kommenden zwölf Stunden den Zugverkehr zwischen Österreich und Deutschland eingestellt". Entgegen ersten Informationen gilt die Unterbrechung des Verkehrs also in beiden Richtungen.
  • Und das ist meine österreichische Heldencrew des Tages. Ein paar der vielen Dolmetscher heute am Westbahnhof http://pbs.twimg.com/media/COurLttWEAAzN42.jpg

  • Die Entscheidung zu vorübergehenden Grenzkontrollen sei in der Koalition aus CDU/CSU und SPD einstimmig gefallen, sagte de Maizière. Österreich habe man vorab konsultiert. "Die große Hilfsbereitschaft, die Deutschland in den letzten Wochen gezeigt hat, mit hauptamtlichen und tausenden ehrenamtlichen Helfern, darf nicht überstrapaziert werden. Das ist auch Signal an Europa. Deutschland stellt sich seiner humanitären Verantwortung, aber die mit der großen Zahl an Flüchtlingen verbundenen Lasten müssen innerhalb Europas solidarisch verteilt werden."
  • De Maizière: Asylsuchende können sich den Staat nicht aussuchen

    Deutschlands Innenminister Thomas de Maizière erklärte das Dichtmachen der Grenzen, vor allem zu Österreich, in einer ad hoc einberufenen Pressekonferenz so: "Ziel ist es, den derzeitigen Zustrom nach Deutschland zu begrenzen und wieder zu einem geordneten Verfahren bei der Einreise zu kommen. Das ist auch aus Sicherheitsgründen notwendig. Deutschland wird weiterhin alle rechtlichen Vorgaben zum Schutz der Flüchtlinge eingalten. Nach dem geltenden europäischen Recht ist Deutschland für allergrößten Teil der Schutzsuchenenden aber gar nicht zuständig. Das Dublin-Verfahren und dessen Regeln gelten unvermindert fort. Der zuständige Mitgliedstaat muss die Flüchtlinge nicht nur registrieren, sondern auch das Asylverfahren durchführen. Asylsuchende müssen akzeptieren, dass sie sich den Zielstaat nicht aussuchen können. Das wird auch gelten, wenn es zu einem europäischen Verteilsystem kommt."
  • Polizeigewerkschaft: Man musste Reißleine ziehen

    Die deutsche Bundesregierung habe mit der Entscheidung für temporäre Kontrollen an der Grenze "die Reißleine gezogen", um Sicherheit und Ordnung in Deutschland aufrechtzuerhalten", zitiert der "Spiegel" Jörg Radek von der Gewerkschaft der Polizei. Es sei nicht mehr akzeptabel gewesen, Flüchtlinge unregistriert einreisen zu lassen.
  • Temporäre Grenzkontrollen verstoßen nicht gegen Schengener Abkommen

    Nach Artikel 23 des Schengener Abkommens kann ein Mitgliedsland "im Falle einer schwerwiegenden Bedrohung der öffentlichen Ordnung oder inneren Sicherheit" ausnahmsweise für einen begrenzten Zeitraum an seinen Grenzen wieder Personen kontrollieren. Die Maßnahmen dürfen höchstens 30 Tage dauern oder solange, wie die "schwerwiegende Bedrohung" andauert. Der jeweilige Staat entscheidet souverän und ist nach Artikel 24 nur dazu verpflichtet, die anderen Länder und die EU-Kommission zu informieren und die Gründe zu erläutern. In der Praxis wird diese Klausel bisher bei politischen Gipfeltreffen oder Fußballspielen angewandt, um zum Beispiel ausländischen Hooligans die Einreise zu verweigern.
  • Zur Kehrtwende der deutschen Bundesregierung zwei Zahlen: In München kamen von Samstagmorgen bis zum Sonntagnachmittag rund 16 000 Flüchtlinge aus Österreich an, binnen der letzten beiden Wochen waren es laut "Bild" 63.000. Die bayerische Landeshauptstadt war am Wochenende am Limit ihrer Kapazitäten angelangt, und die Wende in der deutschen Politik kam auch maßgeblich auf Betreiben Bayerns zustande.
  • Warten im Ungewissen: Flüchtlinge in Nickelsdorf, die der Weiterfahrt mit Bussen Richtung Deutschland harren. (Foto: Reuters)

  • Polizei: Menschen werden nicht mit Gewalt nach Ungarn zurückgebracht

    Was passiert nun mit den Flüchtlingen, die weiter nach Nickelsdorf strömen? "Bis anderslautende Direktiven aus Wien kommen, fahren wir fort wie bisher", sagte Polizeisprecher Marban. Es sei eine schwierige Situation, vorerst könne man nur abwarten. Eines wollte er aber ausschließen: "Die Menschen werden sicher nicht mit Gewalt nach Ungarn zurückgebracht. Diese Bilder wollen wir nicht haben."
  • Die deutsche Bundespolizei entsendet auf Aufforderung von Bayern 2100 Polizisten in den Grenzraum zu Österreich, berichtet die "Bild"-Zeitung am Sonntag in ihrer Online-Ausgabe. Außerdem wolle man mit Kontrollen im grenznahen Bereich auch zu Tschechien und Polen beginnen, um eine Umgehung der Grenzkontrollen zu Österreich zu verhindern, heißt es in dem Blatt. Der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere kündigte für 17:30 Uhr eine Erklärung an.
  • Deutschland übernimmt keine Züge mehr

    Deutschland stellt ab 17.00 die Übernahme von Zügen ein. Dies hat ÖBB-Chef Christian Kern kurz nach 16.00 erfahren, und zwar nicht von der österreichischen Bundesregierung sondern von seinem deutschen Amtskollegen.
  • Die Ereignisse in der Flüchtlingskrise überschlagen sich erneut: Wie die "Presse" bereits zu Mittag berichtete, führt Deutschland temporär wieder Kontrollen an seinen Grenzen ein.
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