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  • Liebe Leser, hiermit beenden wir für heute unseren Live-Ticker zur Flüchtlingskrise und bedanken uns für das rege Interesse!
  • Tausende Flüchtlinge auf dem Weg nach Ungarn

    Wie die "Presse" aus Regierungskreisen erfuhr, sind derzeit 5000 bis 7000 Flüchtlinge von Serbien nach Ungarn unterwegs und weitere 15.000 von Griechenland nach Mazedonien.
  • Ungarn startet Flugblattaktion: Wer illegal einwandert, kommt ins Gefängnis

    Die ungarische Regierung startet eine Flugblattaktion in den Ländern, die Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Ungarn durchqueren. Die Aktion soll Menschen von der Einreise abhalten, indem etwa erklärt wird, dass auf das illegale Überschreiten der Grenze eine Gefängnisstrafe stehe. Ungarn empfange jeden gerne, werde aber mit der vollen Härte des Gesetzes gegen jene vorgehen, die illegal ins Land kämen, heißt es in einer Aussendung der Regierung.
  • Organisationspause: Zwischenstopp des Hilfskonvois auf dem Weg nach Ungarn. (Foto: Stanislav Jenis)

  • Orbán: "Dann kommen weitere Millionen"

    "Es ist ausschlielich die Entscheidung Österreichs, wie viele Menschen es die Grenze passieren lässt", sagte Ungarns Premier Viktor Orbán im Interview mit dem ORF. "Aber solange Österreich und Deutschland nicht klar sagen, dass sie keine weiteren Migranten aufnehmen, so lange werden weitere Millionen nach Europa kommen." Erneut betonte Orbán, dass es sich um kein ungarisches Problem handle: "Die Einwanderer wollen nicht bei uns bleiben, sie wollen ja weiter nach Deutschland."
  • "Kritik wie die von Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn („Man muss sich manchmal für Viktor Orbán schämen“) perlt an Orban, dem selbsternannten Verfechter eines „christlichen Europas“, ab, der vor einer neuen Völkerwanderung warnt und somit eine muslimische Mehrheit insinuiert. Die Mehrheit seiner Landsleute weiß er hinter sich – ebenso übrigens wie die ost- und mitteleuropäischen Partner Slowakei, Tschechien und Polen. Politiker wie Miloš Zeman und Václav Klaus sprechen seine Sprache. Wie sehr ihre Länder seit der Öffnung von der EU profitiert haben, verschweigen sie geflissentlich, und die Zeit der Solidarität, die den Kommunismus aufgeweicht hat, ist für sie passé", schreibt Thomas Vieregge im aktuellen Leitartikel.
  • Sweden PM Löfven calls for “permanent and compulsory” system for sharing refugees in EU. Probably need new institutions and possibly treaty.
  • Ungarn stoppt Züge aus Serbien

    Wie nun bekannt wurde, hat Ungarn aber am Sonntag zwei Zügen aus Serbien - darunter dem IC Avala nach Wien - die Einreise verweigert, weil unter den Fahrgästen zu viele Flüchtlinge gewesen seien, wie das serbische Staatsfernsehen RTS berichtete. Für einen Zug war am Sonntag bereits um 2.00 in der serbischen Grenzstadt Subotica Endstation. Der "Avala" konnte zur Mittagszeit auf der gleichen Strecke seine Fahrt erst fortsetzen, nachdem die Waggons mit den Flüchtlingen abgekoppelt worden waren.
  • Der Zustrom weiterer Flüchtlinge über die serbisch-ungarische Grenze hält an. (Foto: Reuters)

  • Kaserne in St. Pölten wird nun doch nicht als Flüchtlingsunterkunft benötig

    Die Hesserkaserne in St. Pölten wird vorerst nicht wie ursprünglich geplant 170 Flüchtlinge aufnehmen. Laut Albin Fuß vom Militärkommando NÖ sei das nun nicht mehr nötig. Die ÖBB hätten angesichts des morgigen Schulbeginns nun schon am Sonntag Sonderzüge bereitgestellt, die die Flüchtlinge direkt nach Deutschland bringen sollen. Die 170 Betten stünden aber vorerst weiterhin für Notfälle zur Verfügung.
  • Flüchtlingspolitik: Merkel immer heftiger unter Beschuss aus Bayern

    Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat seine Kritik an der Politik der Regierung Merkel, an der seine Partei freilich beteiligt ist, noch einmal verstärkt: Deutschland könne nicht fast alle Flüchtlinge aufnehmen, die in die EU strömten, sagte der bayerische Ministerpräsident. "Das hält auf Dauer keine Gesellschaft aus." Darüber müsse am Sonntagabend im Koalitionsausschuss in aller Sachlichkeit gesprochen werden. "Da braucht die Bundesregierung einen Plan", sagte Seehofer. Die Kommunen seien am Ende ihrer Leistungsfähigkeit, erklärte er mit Blick auf die Unterbringung der Migranten. "Bei aller Hilfsbereitschaft der Kommunen, der Bevölkerung, das wird auf Dauer nicht gutgehen."
  • Flüchtlingskinder spielen am Budapester Bahnhof Keleti. (Foto: Reuters)

  • Daimler-Chef will Flüchtlinge anwerben: "Genau solche Leute suchen wir doch"

    Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche will in Flüchtlingszentren nach Arbeitskräften suchen und für sein Unternehmen werben. Er könne sich vorstellen, "dass wir in den Aufnahmezentren die Flüchtlinge über Möglichkeiten und Voraussetzungen informieren, in Deutschland oder bei Daimler Arbeit zu finden", sagte Zetsche der "Bild am Sonntag". Viele Flüchtlinge seien jung, gut ausgebildet und hoch motiviert. "Genau solche Leute suchen wir doch!" Den vollständigen Artikel lesen Sie hier.
  • Györ: Ratlose Flüchtlinge wollen sich von Konvoi nicht mitnehmen lassen

    Ein Großteil des privat organisierten Hilfskonvois aus Österreich ist soeben von Györ nach Budapest weitergefahren, wie unser Reporter Köksal Baltaci berichtet. Der Grund: In Györ gab es wenig zu tun für sie und auch kaum Flüchtlinge, die sich überzeugen lassen wollten, in eines der Auto zu steigen um mit nach Österreich genommen zu werden. Die Flüchtlinge waren offenbar ratlos, weil sie von der Initiative gar nichts wussten. Einige fragten sogar, was die Fahrt nach Österreich sie denn kosten würde.

    Nur einige wenige Flüchtlinge stiegen in eines der Autos. Die Organisatoren des Konvois haben empfohlen, die Flüchtlinge bis kurz vor die Grenze zu bringen, etwa zum Bahnhof Hegyeshalom, und sie nicht selbst über die Grenze zu fahren. Der Tenor der Konvoi-Teilnehmer: "Ich lasse die jetzt sicher nicht an der Grenze zurück".
  • Direkt von der Grenze mit Bussen nach Rheinland-Pfalz

    Nicht nur per Zug, auch per Bus geht es nach Deutschland: Die deutsche Polizei rechnet damit, dass an die 1000 Flüchtlinge allein heute auf diesem Weg in die Bundesrepublik transportiert werden, berichtet unsere Reporterin Elisabeth Postl aus dem österreichische-deutschen Grenzgebiet. Die Vorgehensweise: Ungarische Busse bringen die Menschen an die österreichische Grenze, wo sie in österreichische Busse umsteigen. In Rottal-Inn heißt es dann ein zweites Mal umsteigen, diesmal in deutsche Busse. Diese sollen die Flüchtlinge heute direkt zu Quartieren in Rheinland-Pfalz bringen.
  • Flüchtlinge besteigen am Wiener Hauptbahnhof den Sonderzug nach München (Foto: Katrin Nussmayr)

  • Hauptbahnhof: Neuer Sonderzug nach München füllt sich

    Am Wiener Hauptbahnhof ist der Sonderzug, der die Flüchtlinge nach München bringen soll, eingefahren. Nachdem alle Familien eingestiegen sind, werden auch die Männer auf den Bahnsteig gelassen. Helfer lotsen die Leute zum Zug, der Waggon für Waggon gefüllt wird, berichtet unsere Reporterin Katrin Nussmayr. Andere Helfer stehen mit Taschen und Einkaufswagen voller Snacks und Wasserflaschen bereit, um die Flüchtlinge im Zug zu versorgen. In der Bahnhofshalle, wo Feldbetten, eine Essensausgabe und ein Spendenlager stationiert sind, ist es jetzt deutlich ruhiger. Dolmetscher gehen durch, um weitere Flüchtlinge in den Zug zu holen, der noch nicht voll ist.
  • Das Passauer Erstversorgerzentrum der Bundespolizei bleibt derzeit leer: Die Flüchtlinge kommen nun in andere deutsche Bundesländer. (Foto: Elisabeth Postl)

  • Faymann: Öffnung der Grenzen wird schrittweise zurückgenommen

    Die wegen des großen Flüchtlingsansturms erfolgte Öffnung der Grenzen zu Ungarn wird schrittweise wieder zurückgenommen. "Wir müssen jetzt Schritt für Schritt weg von Notmaßnahmen hin zu einer rechtskonformen und menschenwürdigen Normalität", teilte Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) am Sonntag mit.

    Das bedeutet laut einer Sprecherin, dass es wieder stichprobenartige Kontrollen an den österreichischen Grenzen geben wird, wenn der große Ansturm vorbei ist. Ein konkreter Zeitpunkt wurde nicht genannt.
  • Keine Informationen aus Ungarn

    Es gebe Erkenntnisse, dass sich im grenznahen Bereich rund 2000 Personen aufhielten, sagte Doskozil. Man versuche, hier Abklärungen zu treffen. Aber es sei schwierig; "Es ist immer noch die Situation jene, dass wir keine verlässlichen Informationen bekommen". Am Nachmittag sollte es dazu ein weiteres Gespräch mit den ungarischen Behörden geben.

    Man versuche, einen Modus zu finden, "dass wir früh genug informiert werden", sagte Doskozil: "Wir gehen nicht mehr davon aus, dass unsere ungarischen Kollegen die Asylsuchenden versorgen werden. Wir gehen aus jetziger Sicht davon aus, dass die Intention jene ist, Asylwerber, die sich in Ungarn aufhalten, über die Grenze nach Österreich zu verbringen."
  • Seit Samstag haben über 12.000 Flüchtlinge die österreichische Grenze bei Nickelsdorf passiert, zog Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil am Sonntag bei einer Pressekonferenz ein Zwischenresümee. Abseits von kleineren Gruppen befand sich am frühen Sonntagnachmittag niemand in den Sammelstellen in Nickelsdorf.

    Sowohl die Nova Rock Halle in Nickelsdorf als auch die Asfinag Halle in Parndorf seien leer, so Doskozil. Am Samstag kamen rund 10.000 Flüchtlinge über die Grenze. Nach Mitternacht habe man keine größeren Aufgriffe mehr verzeichnet.
  • In Bayern ist man gut auf den Ansturm vorbereitet, berichtet Redakteurin Elisabeth Postl. Am Passauer Bahnhof haben die Bundespolizisten mittlerweile die Anweisung, keine Flüchtlinge aus den ICEs aus Wien zu holen. Sie werden an strategisch wichtigen Punkten aus dem Zug geholt, um die Verteilung auf die Länder zu ermöglichen.

    Der ICE 90 Richtung Hamburg war jedenfalls voll mit Flüchtlingen - in Passau steigt niemand freiwillig aus.
  • Gedränge vor der Abfahrt nach München: Alle wollen auf den Bahnsteig. (Nussmayr)

  • Neues vom Hauptbahnhof

    Katrin Nussmayr berichtet, dass auf Bahnsteig 7 demnächst ein Sonderzug nach München abfährt, dem Sicherheitspersonal des Bahnhofs zufolge würden alle Flüchtlinge, die derzeit am Bahnhof warten, hineinpassen. Am Bahnsteig bringen sich kleine Gruppen von Dolmetschern in Stellung.

    Das Gedränge ist groß, Familien mit Kindern und Kranken wurden schon vorab auf den bahnsteig gelassen. Helfer mit Einkaufswagen voller Snacks und Wasserflaschen warten, um die Leute, sobald sie im Zug sind, zu vesorgen. Dolmetscher versuchen zu beruhigen: "Es wird für alle Platz sein, Tickets sind nicht notwendig, gehen Sie bitte ganz langsam."
    von DiePresse.com bearbeitet von DiePresse.com 9/6/2015 1:50:21 PM
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