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Anschlag Paris / 2

  • Wie sich die EU-Länder nach dem Pariser Terror besser schützen wollen


    • BELGIEN reagierte auf den Terror in Paris mit
      Pass- und Fahrzeugkontrollen an der Grenze zu Frankreich, verstärktem Schutz
      öffentlicher Veranstaltungen und einer erhöhten Alarmbereitschaft der Polizei.

      Das Königreich gilt als eines der am stärksten durch Terrorismus gefährdeten
      Länder in Europa.
      Zum Schutz von Großveranstaltungen kann künftig auch das
      Militär eingesetzt werden.


    • In RUSSLAND patrouillieren Polizisten und Soldaten auf Bahnhöfen und in
      Flughäfen, in Kaufhäusern und Sportstätten.
      Die Stimmung ist seit dem Absturz
      eines Ferienfliegers über Ägypten mit 224 Toten vor zwei Wochen ohnehin gespannt.
      Auch dieser Anschlag wird dem IS zugeschrieben. 
    • ITALIEN ordnete mehr Kontrollen sowohl an wichtigen Punkten innerhalb des
      Landes als auch an den Grenzen, insbesondere zu Frankreich, an.
      Zudem hob der
      Sicherheitsrat die Alarmstufe auf das zweithöchste Niveau an, das auch den
      Einsatz von Sondereinsatzkräften des Militärs erlaubt.
       
    • In GRIECHENLAND patrouillieren ungewöhnlich viele Polizisten vor
      französischen Einrichtungen.
      Laut Polizeikreisen gibt es zudem "unsichtbare
      Sicherheitsmaßnahmen", um verdächtige Personen zu beobachten.
      Details wurden
      nicht genannt.

    • ÖSTERREICH aktivierte zusätzliche Spezialisten der
      Antiterroreinheiten.
      Der Schutz französischer Einrichtungen wurde erhöht. Die
      Syrienkonferenz, an der am Samstag 17 Staaten teilnahmen, wurde von starken
      Polizeikräften gesichert.

    • Die NIEDERLANDE verschärften Kontrollen an ihren Grenzen sowie auf
      Fernbahnhöfen und dem Internationalen Flughafen Schiphol bei Amsterdam.
      Die
      Sicherheits- und Geheimdienste wurden in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.

    • In UNGARN patrouillierte bewaffnete Militärpolizei in der von Touristen
      frequentierten Innenstadt von Budapest.
      Der Schutz der Flughäfen und Bahnhöfe
      wurde erhöht.
      Seit Samstag gilt Terroralarm der Stufe B: Terrorangriff auf ein
      benachbartes oder verbündetes Land mit unabsehbaren Wirkungen auf Ungarn, ohne
      konkrete Bedrohungslage.

    • BULGARIEN verschärfte die Kontrollen an den EU-Außengrenzen zur Türkei, zu
      Serbien und Mazedonien.
      Regierungschef Boiko Borissow rief die Bürger zu
      erhöhter Aufmerksamkeit auf.

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  • Planten IS-Terroristen in Istanbul ähnliche Anschläge wie in Paris, eventuell sogar zeitgleich? Die türkischen Behörden haben offenbar Hinweise darauf, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf türkische Behörden berichtete. Der Hauptverdächtige dabei ist ein Brite namens Aine Lesley Davis, ein Vertrauter des berüchtigten "IS-Henkers Jihadi John", der laut US-Angaben bei einem Drohnenangriff diese Woche getötet wurde. Davis wurde vergangene Woche in Istanbul festgenommen, als Kopf einer Verschwörergruppe.

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  • Besonders beunruhigt sind die Behörden durch die Verwendung von Sprengstoffwesten bei den Anschlägen in Paris. Denn dies ist eine Waffe, zu deren Herstellung man schon einen erfahrenen Sprengstoff-Spezialisten braucht, wie ein früherer französischer Geheimdienstchef gegenüber der der Agentur AFP sagte. Es brauche jemanden, der den Sprengstoff nicht nur herstellen können, sondern ihn auch so verpacken und in die Weste einarbeiten, dass er nicht vorzeitig unabsichtlich losgeht. Ausgeschlossen ist daher, dass die Sprengstoffwesten aus Syrien kamen, denn jede Erschütterung ist gefährlich. Sie wurden offenbar in Europa hergestellt.


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  • Solidaritätsgeste vor dem Grand Prix: Formel1-Fahrer auf einem Lastwagen in Sao Paolo. (Foto: AFP)

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  • Die USA und Frankreich werden als Reaktion auf die Pariser Anschläge vom Freitag ihre Luftangriffe auf die Terrormiliz "Islamischer Staat" in Sryien und im Irak ausweiten. Dies kündigte Ben Rhodes, der Sicherheitsberater von US-Präsident Barack Obama am Rande des G20-Gipfels in der Türkei an.
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  • Zwei junge Frauen auf der Flucht vor den Attentätern: "Wir dachten,wir würden sterben"

    „Als eine zweite Salve von Schüssen abgefeuert wurde, haben sich die meisten Leute geduckt, aber ich habe gerufen: ,Lauft, nur raus hier´“, berichtete die Schottin Christine Tudhope, die gemeinsam mit einer Freundin in Paris ihren 35.
    Tgeburstag feierte, dem "Guardian". Die beiden Frauen waren bei dem Metal-Konzert im Pariser Bataclan, als die Halle von den Terroristen überfallen wurde. Auf ihrer Flucht vor den Attentätern gerieten sie in den Keller: „Dann realisierten wir, dass wir dort eigentlich in der Falle saßen. Sekunden später wurde die Tür aufgestoßen und wir dachten, sie würden jetzt kommen und wir würden sterben, aber es waren nur zwei andere Konzertbesucher. …. Wir haben uns verbarrikadiert, das Licht ausgemacht und waren dann dort für die nächsten drei  Stunden
    gefangen.

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  • Auch Deutschlands Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen spricht nun von der Möglichkeit, dass die Anschläge von Paris den Nato-Bündnisfall nach sich ziehen könnten: "Diese Entscheidung läge bei den Nato-Partnern, falls Frankreich einen entsprechenden Antrag stellt", sagte von der Leyen im Gespräch mit der "Passauer Neuen Presse".

    Nach den Nato-Statuten kann ein Angriff auf ein Nato-Land als Angriff auf alle Partner gewertet werden, was eine entsprechende Pflicht zur Unterstützung nach sich zieht. Von der Leyen sagte, es habe sich nicht allein um einen Anschlag auf Frankreich gehandelt, "sondern auf uns alle". "Es ging den Terroristen nicht um Symbole des Staates, sondern um Menschen, die leben wie wir - es ging ihnen um uns." Deutschland werde die Lage gemeinsam mit Frankreich und den verbündeten
    Nationen analysieren und dann geschlossen handeln.
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  • Bayern fordert stärkere Kontrollen an österreichischer Grenze

    Nach den Terroranschlägen von
    Paris fordert Bayern von der deutschen Bundesregierung eine sofortige Verschärfung der Kontrollen an der österreichischen Grenze. Die bisher auf ausgewählte Orte beschränkten Grenzkontrollen der Bundespolizei solle es künftig an sämtlichen Übergangsstellen geben, forderten Ministerpräsident Horst Seehofer und Innenminister Joachim Herrmann. Falls die Bundespolizei nicht genügend Personal hat, soll die bayerische Polizei die Kontrollen übernehmen.
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  • +++ Drei der Pariser Attentäter waren offenbar Brüder +++

    In die Anschläge von Paris waren nach Ermittlerangaben drei Brüder verwickelt. Einer sei bei den Attentaten selbst ums Leben gekommen, während sich ein zweiter derzeit in Belgien in Polizeigewahrsam befinde, verlautete am Sonntag aus Ermittlerkreisen in der französischen Hauptstadt. Beim dritten Bruder sei nicht klar, ob er einer der Selbstmordattentäter war oder auf der Flucht ist.
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  • Nach dem Terror: Das Pariser Bataclan wird wieder öffenen

    Der Musikclub Bataclan, in dem bei den Terroranschlägen am Freitag rund 90 Menschen getötet wurden, will weitermachen: 
    "Das Bataclan wird wieder öffnen", sagte Dominique Revert, einer der Leiter des Clubs, am Sonntag: "Es wäre eine Kapitulation, würden wir das nicht tun". Die Halle werde aber in den kommenden Monaten, vielleicht auch Jahren, ein bedrückender Ort bleiben.

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  • +++ Hollande will Ausnahmezustand auf drei Monate ausdehen +++
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  • Fahndung: Die französische Polizei sucht nun offen nach einem Verdächtigen, Abdeslam S., beziehungsweise nach Menschen, die ihn kennen, berichtet die Agentur Reuters. Der in Belgien geborene, 26 Jahre alte Mann wird als "gefährlich" bezeichnet.
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  • Panik am Place de la République: Auf dem Social-Media-Kanal Twitter und in französischen Medien machen soeben Berichte die Runde, Schüsse seien am Pariser Place de la République gefallen. Hunderte Menschen hatten sich dort bei einer Solidaritätskundgebung versammelt, plötzlich eilten einige Schutz suchend in umliegend Restaurants. Panik sei ausgebrochen, die Polizei habe den Platz evakuiert. Die Berichte sind allerdings nicht offiziell bestätigt.
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  • Bei der Aktion am Place de la République handelte es sich um einen Fehlalarm: Die Einsatzkräfte würden nicht wissen, warum die Menschen in Panik ausgebrochen seien, schreibt die Agentur Reuters. Einige Menschen hatten offenbar geglaubt, Schüsse gehört zu haben. Die Menschen kommen mittlerweile wieder zurück auf den Platz im Pariser Stadtzentrum.
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  • Eine BBC-Journalistin postete dieses Video von der Massenpanik am Place de la République. Agenturmeldungen nach dürften Böllerschüsse diese ausgelöst haben. Es handelte sich also um einen Fehlalarm.
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  • In Österreich hat Innenministerin Johanna Mikl-Leitner unterdessen als Reaktion auf den Terroranschlag von Paris einige Sofortmaßnahmen eingeleitet. Dabei handelt es sich vor allem um eine Stärkung in Spezialbereichen des Staatsschutzes, des Bundeskriminalamts und der Spezialeinheiten. Das berichtet die APA.

    Basis für die Maßnahmen sind Empfehlungen der Generaldirektion für Öffentliche Sicherheit.
    Ab sofort soll es eine verstärkte Schleierfahndung, eine Stärkung der Analyseabteilungen des Staatsschutzes, erhöhte Observationsmaßnahmen und zusätzliche Investitionen in Strukturermittlungen geben, heißt es in einem Papier des Innenressorts. Darauf hingewiesen wird, dass diese Maßnahmen zwar hocheffektiv seien, aber auch höchst personalintensiv. Ab 2016 soll es ja 1.000 zusätzliche Posten für die Exekutive geben. Diese werden nun vor allem auch für den Staatsschutz, das Bundeskriminalamt und die Direktion für Spezialeinheiten eingesetzt.
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  • Türkische Regierungsvertreter haben nun gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP bestätigt, am Freitag tatsächlich einen "großen" Terroranschlag in Istanbul vereitelt zu haben.
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  • Die Zahl der Todesopfer ist auf 132 gestiegen: Das gab der Verband der Pariser Spitäler bekannt. Drei Menschen seien seit Samstagabend im Krankenhaus verstorben.
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  • Die Attentäter von Paris sollen mit bekannten Mitgliedern des IS in Syrien vor den Anschlägen in Kontakt gestanden haben. Das bestätigten französische und US-amerikanische Beamte gegenüber der "New York Times". Vermutlich dürften sie über verschlüsselte Kanäle miteinander kommuniziert haben. Der Kontakt soll laut "New York Times" für die Beamten ein Hinweis darauf sein, dass der IS die Anschläge nicht nur angeregt, sondern zu einem Grad auch koordiniert haben könnte.
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  • Bei dem Verdächtigen Abdeslam S., nach dem die französische Polizei fahndet, handle es sich um den Bruder eines Attentäters, sagten Ermittler. Der 26-jährige S. wurde in Brüssel geboren und sei "gefährlich", wie es in dem Fahndungsaufruf heißt.

    Die Pariser Staatsanwaltschaft teilte unterdessen mit, dass bisher die Leicher dreier der sieben Selbstmordattentäter identifiziert werden konnten. Nachdem schon am Samstag ein 29-jähriger Franzose als einer der toten Selbstmordattentäter aus dem Musikclub Bataclan identifiziert werden konnte, gelang dies nun auch bei zwei weiteren Attentätern - anhand ihrer Fingerabdrücke.

    Demnach handle es sich um zwei Franzosen, die zuletzt in Belgien gelebt hätten; sie waren 20 und 31 Jahre alt. Ihre Leichen wurden nahe des Stade de France und in einem Restaurant am Boulevard Voltaire gefund hatten, wo sie sich jeweils in die Luft gesprengt hatten. Abdeslam S., nach dem jetzt gefandet wird, soll der Bruder des 31-jährigen Selbstmordattentäters sein.
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  • Liebe Ticker-Leser,

    für heute beenden wir die Live-Berichterstattung. Auf unserer Homepage bleiben Sie weiterhin aktuell informiert. Danke fürs Mitlesen.

    Einen schönen Abend wünscht Ihnen
    das Team von "Die Presse"
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