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Anschlag Paris / 2

  • Am Tag zwei nach den verheerenden Attentaten in Paris arbeiten die Ermittler fieberhaft an der Aufklärung der Anschlagsserie. In der Nacht auf Sonntag wurden der Vater und der Bruder eines der Selbstmordattentäter in Polizeigewahrsam genommen. Die Wohnungen der beiden Männer - in den Gemeinden Bondoufle nahe Paris und Romilly-sur-Seine in der Champagne – wurden durchsucht, auch Spezialeinheiten waren im Einsatz, hieß es aus Ermittlerkreisen. Der aus einem Pariser Vorort stammende 29-Jährige, der von den Behörden seit 2010 als Extremist eingeordnet wurde, hatte am Freitagabend mit zwei Komplizen den Pariser Konzertsaal „Bataclan“ gestürmt. Die drei Angreifer töteten mindestens 89 Menschen. Zwei der Angreifer zündeten bei der Erstürmung des „Bataclan“ durch die Polizei ihre Sprengstoffgürtel, der Dritte wurde erschossen.
    von DiePresse.com bearbeitet von DiePresse.com 11/15/2015 8:51:07 AM
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  • Kurz vor halb zehn am Sonntagvormittag fanden französische Ermittler ein zweites Auto der Attentäter östlich der französischen Hauptstadt. Nach Einschätzung der Ermittler bedeute dies, dass einem der drei Terrorkommandos die Flucht gelungen sei, berichtete der französische Sender Europe 1.

    Weitere Neuigkeiten: Von einem der beiden weiteren "Bataclan"-Attentäter wurden Sonntagvormittag sechs Angehörige in Polizeigewahrsam genommen. Das berichtet der Fernsehsender BFMTV.
    von DiePresse.com bearbeitet von DiePresse.com 11/15/2015 8:54:41 AM
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  • Unterdessen wurde der Aufenthaltsort des bei dem Terroranschlag auf den „Bataclan" verletzten Österreichers bekannt. Laut einem Sprecher des Außenministeriums ist der 20-jährige Tiroler außer Lebensgefahr. Derzeit sei er aber noch nicht transportfähig. Sobald es sein Gesundheitszustand zulässt, soll der junge Mann nach Österreich gebracht werden. Der 20-jährige Tiroler soll bei dem Anschlag einen Bauchschuss erlitten haben.
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  • Insgesamt wurden bei den Anschlägen an sechs verschiedenen Orten in Paris (>>> die Schauplätze) mindestens 129 Menschen getötet und 352 weitere verletzt. Je ein Todesopfer stammt aus den USA, aus Schweden und aus Großbritannien. Zudem stammen laut Regierungsangaben je zwei Todesopfer aus Belgien, Rumänien und Mexiko. CNN berichtete zudem über Getötete auch aus Chile und Portugal.
    von DiePresse.com bearbeitet von DiePresse.com 11/15/2015 8:57:57 AM
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  • Die italienische Regierung forderte Sonntag früh einen schärferen Angriff auf den „Islamischen Staat". „Wir haben es mit Terroristen zu tun, die zu allem fähig sind. Ihr Ziel ist nur zu töten. Angesichts einer derartigen Barbarei können wir nur die Bemühungen zur Bekämpfung der Terrorgefahr verschärfen", so Italiens Außenminister Paolo Gentiloni. Auch gab er im Interview mit der römischen Tageszeitung „Il Messaggero" zu, dass die IS-Kämpfer öfters in ihrer Propaganda mit Anschlägen in Rom gedroht haben. „Rom ist jedoch mehr ein Symbol als ein geografisches Ziel. Es ist eine Formulierung, um zu behaupten: Wir bekämpfen die Kreuzritter", kommentierte Gentiloni.
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  • Reaktionen gibt es auch aus Montenegro: Regierungsquellen haben Informationen, wonach ein am 5. November in Deutschland festgenommener Bürger des Landes mit dem Terrorangriff in Verbindung stehen könnte, als "bösartige Spekulationen" zurückgewiesen. Die Regierung teilte mit, dass Interpol nicht sagen könne, ob der 51-Jährige mit den Anschlägen in Paris in Zusammenhang stehe.

    Bei dem Festgenommenen handle es sich um einen orthodoxen Bewohner Podgoricas, der der montenegrinischen Polizei nicht für schwere Straftaten bekannt sei, teilte die Polizeiverwaltung in Podgorica mit. Laut "Vijesti" war der Mann nach Deutschland über Kroatien, Slowenien und Österreich eingereist. Die Polizei fand in seinem Auto acht Maschinengewehre, zwei Pistolen, einen Revolver, zwei Handgranaten und 200 Gramm Sprengstoff.
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  • Die Israelitische Kultusgemeinde Wien hat die Anschläge in Paris am Sonntag verurteilt. Präsident Oskar Deutsch hofft, dass die Täter so rasch wie möglich ausfindig gemacht werden können. "Angesichts dieser Bedrohung müssen nationale Interessen hintanstehen und Europa und seine Politiker näher zusammenrücken". Deutsch: "Die jüngsten Anschläge sind in ihrer Willkür und Grausamkeit unfassbar und zeugen von tiefster Menschenverachtung und Hass auf demokratische und humanistische Werte", so der IKG-Präsident.
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  • Paris ist auch am Sonntag noch im Schockzustand. Überall finden sich Zeichen der Anteilnahme. Mehr Bilder dazu: goo.gl (AFP)

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  • Schulen, Hochschulen, Kindergärten, alle Jugendeinrichtungen sowie Kultur- und Sportstätten der Stadt Paris bleiben heute geschlossen, wie der „Figaro“ berichtet. Ebenfalls „fermés“ bleiben die städtischen Museen, der Eiffelturm und die AccorHotels Arena, eine Multifunktionsarena im Pariser Stadtteil Bercy. Bis 16 Uhr geöffnet sind heute hingegen Grünflächen und Friedhöfe sind am Sonntag geöffnet. Alle Veranstaltungen auf öffentlichen Straßen sind bis zum 19. November verboten.
    von DiePresse.com bearbeitet von DiePresse.com 11/15/2015 9:16:15 AM
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  • Nach der blutigen Terrorwelle in Paris und dem Doppelanschlag in Beirut von letzter Woche herrscht derzeit auf den Flughäfen weltweit eine sehr angespannte Stimmung - allen voran auf jenen Airports, die die europäische mit der arabischen Welt verbinden. Dazu gehört neben Doha, Dubai und Muskat vor allem der Istanbuler Atatürk - Airport. Mehrere Hundert Flüge werden hier täglich abgefertigt, kaum wo in der Welt gibt es so viele arabischstämmige Passagiere, die nach Westeuropa wollen.

    Der Flughafen Wien hat übrigens seine Kontrollen, die laut eines Sprechers "ohnehin sehr hoch sind", beibehalten und nicht extra verschärft.
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  • Auch der G-20-Gipfel in der Türkei steht heute ganz im Zeichen des Terrorismus - und wird von den Ereignissen in Paris überschattet. Er findet in Belek bei Antalya statt.

    Die türkischen Sicherheitskräfte im Land sind Medienberichten zufolge gegen mutmaßliche Anhänger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) vorgegangen. Bei Operationen in der Hauptstadt Ankara sind am Sonntag sieben IS-Verdächtige festgenommen worden. Bei einer Razzia in der südosttürkischen Stadt Gaziantep wurden bei der Explosion eines Sprengsatzes am Samstagabend vier Polizisten verletzt, wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Die Nachrichtenagentur DHA meldete, ein IS-Anhänger habe sich bei der Razzia in einer Wohnung selber in die Luft gesprengt.
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  • Mittlerweile gibt es mehr informationen zum heute sichergestellten Fluchtauto: Der schwarze Seat soll laut Ermittlern von jenen Terroristen benutzt worden sein, die vor mehreren Cafes und Restaurants im Zentrum von Paris wahllos Menschen erschossen. Unklar blieb, ob der oder die Täter weiter auf der Flucht sind, oder bereits am Samstag in Belgien gefasst wurden. Dort wurden bei einer Razzia im Brüsseler Einwanderer-Stadtteil Molenbeek mehrere Menschen festgenommen. Einer soll am Freitagabend in der französischen Hauptstadt gewesen sein. Details nannte die Staatsanwaltschaft nicht.
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  • Der Deutsche Fußball-Bund möchte am Dienstag beim Länderspiel gegen die Niederlande ein Zeichen gegen den Terror setzen, sagte Interimschef Rainer Koch im ZDF: "Es darf nicht sein, dass der Terror siegt." Allerdings ist noch nicht klar, ob das Spiel überhaupt stattfinden wird.

    Die deutsche Fußballnationalmannschaft spielte am Freitag in Paris gegen Frankreich spielte. Die Attentäter zündeten während des Spiels mehrere Sprengsätze in der Nähe des Stade de France, einer hatte vergeblich versucht, ins Stadion zu gelangen.
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  • Nach der Terrorserie in Paris haben mehrere Bands ihre Auftritte in Paris abgesagt. Die britische Rock-Band Motörhead hätte am Sonntag spielen sollen: "Wegen der schlimmen Situation, die unsere Brüder und Schwestern in Paris momentan durchleben, müssen wir unseren Gig auf Jänner verschieben", schrieben die Musiker auf Facebook und posteten ihr Logo in den französischen Nationalfarben.

    Auch das britische Pop-Trio Years & Years ("King") strich kurzfristig einen für Montag geplanten Auftritt in Paris. "Unsere Liebe und Gedanken sind bei den Familien und Menschen, die betroffen sind. Wir hoffen, unsere Fans und jeder in Frankreich ist sicher und bleibt stark", teilten die Musiker auf Facebook mit.
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  • "Warum habe ich keine Angst?"

    Der bekannte deutsche Satiriker Jan Böhmermann hat auf seiner Facebook-Seite hundert Fragen nach den Paris-Anschlängen veröffentlicht. Antworten hat er keine parat. Der Eintrag wird von zahlreichen Menschen in den Sozialen Medien verbreitet.
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  • Als Reaktion auf die Terroranschläge in Paris werden in Deutschland die Sicherheitsmaßnahmen hochgefahren. Es werde in den nächsten Tagen eine für die Bürger sichtlich erhöhte Polizeipräsenz geben, kündigte der deutsche Justizminister Heiko Maas (SPD) am Samstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner Spezial" an. "Die Polizei, die man sieht, wird auch etwas anders aussehen als bisher. Die Ausrüstung wird eine andere sein", sagte Maas. Zugleich werde zusammen mit den Nachrichtendiensten die Beobachtung "islamistischer Gefährder" intensiviert.

    Bei den Anschlägen in Paris ist auch mindestens ein Deutscher getötet worden, wie das Außenministerium in Berlin am Sonntag mitteilte. Die Identifizierung der 129 Opfer ist noch nicht abgeschlossen.
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  • In dem am Sonntag sicher gestellten Fluchtfahrzeug der Terroristen haben Ermittler Waffen gefunden. Das berichtete der Sender BFMTV am Sonntag ohne nähere Angaben zur Art der Waffen. Mit dem Auto könnte mindestens einem Terrorkommando nach den Anschlägen von Paris zunächst die Flucht gelungen sein. Der schwarze Seat war östlich von Paris sichergestellt worden.
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  • Auf Twitter machte am Sonntag ein Posting, das auf der Online-Seite der „New York Times“ von einem User veröffentlicht wurde, die Runde. Darin werden Frankreich Rosen gestreut: „Frankreich vereinigt alles, was religiöse Fanatiker hassen: Lebenslust, hier auf Erden, in unzähligen kleinen Wegen: eine duftende Tasse Kaffee und ein Buttercroissant am Morgen...“

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  • Hat Belgrad einen zweiten Attentäter identifiziert? Laut der serbischen Zeitung "Blic" soll es sich bei einem der Attentäter um den 25-jährigen Ahmed A. handeln, berichtet "N-TV.de" in seinem Live-Ticker. Der Mann sei mit einem syrischen Pass am 7. Oktober aus Mazedonien nach Serbien eingereist, berichtet das Blatt. Er sei im Erstaufnahmezentrum in der südlichen Stadt Presevo registriert worden und habe dann seinen Weg nach Kroatien und später nach Österreich fortgesetzt.
    von DiePresse.com bearbeitet von DiePresse.com 11/15/2015 10:16:29 AM
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  • Der Attentäter mit syrischem Pass soll laut dem privaten kroatischen Fernsehsender RTL seinen Weg nach Kroatien, Ungarn und später nach Österreich fortgesetzt haben. Das wurde vonseiten des österreichischen Innenministeriums nicht bestätigt. "Das sind Mutmaßungen, die im Bereich der Spekulation anzuordnen sind", sagte Sprecher Karl-Heinz Grundböck.

    Das Ministerium für Bürgerschutz in Athen berichtete, dass einer der mutmaßlichen Terroristen Anfang Oktober aus der Türkei nach Griechenland gekommen sein könnte. "Der Inhaber des Passes, der an einem Tatort (in Paris) gefunden worden ist, war am 3. Oktober 2015 nach den Regelungen der EU auf der Insel Leros (als Flüchtling) registriert worden", teilte das Ministerium mit. Wie der staatliche griechische Rundfunk weiter berichtete, könnte auch ein zweiter Mann, der an den Terroranschlägen beteiligt gewesen sein soll, aus der Türkei nach Griechenland in die EU eingereist sein. Eine offizielle Erklärung dazu lag jedoch zunächst nicht vor.
    von DiePresse.com bearbeitet von DiePresse.com 11/15/2015 10:30:46 AM
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  • Weltweit leuchteten Wahrzeichen in den französischen Nationalfarben. Hier eine Auswahl: goo.gl (Bild: APA)

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  • Im Wiener Konzerthaus fand heute eine Matinee anlässlich des 70. Jahrestages der Gründung der Vereinten Nationen und des 60. Jubiläums der österreichischen UNO-Mitgliedschaft statt. Es sei "traurig, dass man ausgerechnet bei einem Jubiläum einer Friedensorganisation wie der UNO nicht daran vorbeisehen kann, dass sich etwas Schreckliches in Frankreich ereignet hat", betonte Bundespräsident Heinz Fischer, der als Zeichen der Verbundenheit mit den Opfern in der französischen Hauptstadt zu einer Trauerminute aufrief.
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  • Am Londoner Flughafen Gatwick ist am Samstag ein mit einem Luftdruckgewehr und einem Springmesser bewaffneter Franzose festgenommen worden. Im Zusammenhang damit war ein Terminal des Flughafens evakuiert und ein verdächtiger Gegenstand gesprengt worden. Der Franzose wurde dabei beobachtet, wie er im Flughafen in verdächtiger Weise einen Gegenstand in einen Papierkorb warf. Daraufhin wurde der Verdächtige festgenommen, ein Terminal des Flughafens wurde geräumt. Sprengstoffexperten untersuchten den deponierten Gegenstand und führten eine kontrollierte Explosion durch.

    Ob es einen Zusammenhang mit den Pariser Anschlägen gab, war nicht bekannt. "Vor dem Hintergrund der Ereignisse in Paris gibt es eine erhöhte Aufmerksamkeit für solche Zwischenfälle", erläuterte Polizeisprecher Nick May. "Die Menschen sollten wie üblich auf jeden achten, der sich verdächtig verhält."
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  • Bei den Anschlägen am Freitagabend wurde auch das Stade de France in St. Denis getroffen - das Herz der Fußball-Europameisterschaft, die von 10. Juni bis 10. Juli 2016 in neun französischen Städten ausgetragen wird. Cheforganisator Jacques Lambert will sich davon nicht einschüchtern lassen: Eine Absage der Veranstaltung sei keine Option, betonte er am Sonntag. Denn: "Wenn man die EM jetzt infrage stellt, würde man sich den Regeln der Terroristen beugen."
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  • Mehrere der Attentäter von Paris sind womöglich als Flüchtlinge getarnt nach Europa eingereist. Ein 25-Jährige ist laut serbischen Medienberichten identifiziert worden. Sollte sich der Verdacht bestätigen, dürfte die Flüchtlingsdebatte in der Europäischen Union weiter angeheizt werden.

    Polizeikreisen in Athen zufolge war der Besitzer des gefundenen syrischen Passes in einer Gruppe von 69 Flüchtlingen in Griechenland registriert worden. Dabei seien auch seine Fingerabdrücke abgenommen worden. Diese müssen allerdings noch mit denen des toten Attentäters abgeglichen werden, um auszuschließen, dass der Pass etwa gestohlen wurde. Der Mann dürfte auf seinem Weg durch Europa auch durch Österreich gereist sein.
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  • Vor Beginn des G-20-Gipfels in der Türkei hat US-Präsident Barack Obama einen verstärkten Kampf gegen die Terrormiliz IS angekündigt. "Der Himmel hat sich verdunkelt durch die schrecklichen Angriffe, die in Paris stattfanden", sagte Obama am Sonntag nach einem Treffen mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan.

    Das gelte auch für den schweren Anschlag in der türkischen Hauptstadt Ankara mit mehr als 100 Toten im vergangenen Monat, sagte der US-Präsident. "Auf der Basis einer verzerrten Ideologie unschuldige Menschen zu töten, ist ein Angriff nicht nur auf Frankreich, nicht nur auf die Türkei, sondern auf die zivilisierte Welt", sagte Obama. Er lobte die Türkei als "starken Partner" der Koalition gegen den IS in Syrien und im Irak.
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  • Papst Franziskus hat beim Angelus-Gebet am Sonntag seinen Schmerz über die Anschläge in Paris ausgedrückt. "So viel Barbarei erschüttert uns und man fragt sich, wie kann das Herz des Menschen derartige Taten planen, die nicht nur Frankreich, sondern die ganze Welt erschüttern", sagte das Kirchenoberhaupt.
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  • Nach den Anschlägen von Paris seien mittlerweile 103 Leichen identifiziert worden, sagte Frankreichs Premierminister Manuel Valls am Sonntag laut Nachrichtenagentur AFP. 20 bis 30 Opfer würden noch untersucht. Bei der Terrorserie in der Nacht von Freitag auf Samstag sind mindestens 129 Menschen getötet worden.
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  • Kundgebung vor der Bataclan-Konzerthalle in Paris. (Reuters)

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  • Der mögliche Zusammenhang zwischen der Festnahme eines mit einem großen Waffenarsenal ausgestatteten Mannes in Bayern und den Terroranschlägen in Paris ist laut den Ermittlern weiter völlig offen. Nach wie vor verweigere der aus Montenegro stammende 51-Jährige jede Antwort auf die Fragen der Polizei, sagte ein Sprecher.

    Schleierfahnder hatten den Mann am 5. November entdeckt und festgenommen. In seinem Auto fanden sich in verschiedenen Verstecken acht Maschinengewehre, zwei Pistolen, ein Revolver, zwei Handgranaten und 200 Gramm Sprengstoff. In seinem Navigationsgerät war eine Adresse in Paris eingegeben, diese Adresse stand auch auf einem im Auto gefundenen Zettel. Der Festgenommene gab laut Polizei an, dass er den Eiffelturm besichtigen wollte. Von den Waffen und dem Sprengstoff will er nichts gewusst haben.
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  • EU-Ratspräsident Donald Tusk hat die G-20 zu konkreten Taten im Kampf gegen den internationalen Terrorismus aufgerufen. "Frankreich erwartet Taten", sagte Tusk kurz vor Beginn des G-20-Gipfels im südtürkischen Belek bei Antalya. "Das kann nicht nur ein weiterer Gipfel sein." Er betonte: "Worte sind nicht genug. Heute ist es Zeit zu handeln."
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  • Die Staats- und Regierungschefs der EU haben für diesen Montag um 12.00 Uhr alle Europäer zu einer Schweigeminute aufgerufen. "Das Gute ist stärker als das Böse", erklärten sie am Wochenende in einer gemeinsamen Stellungnahme mit den EU-Institutionen. "Wir werden alles Notwendige tun, um Extremismus, Terrorismus und Hass zu bekämpfen."

    In Frankreich stimmen katholische Kirchen an diesem Sonntag landesweit das Trauergeläut an. Lyons Kardinal Philippe Barbarin teilte am Sonntag über Twitter mit, in allen Kirchen der Erzdiözese um 18.15 Uhr die Totenglocke läuten zu lassen. Die Pariser Kathedrale Notre Dame will sich laut Kathpress zur gleichen Zeit der Aktion anschließen.
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  • Die Herkunft des ägyptischen Passes, der beim Fußballstadion gefunden wurde, ist geklärt. Er gehört einem schwer verletzten Fußballfan, nicht einem Attentäter.
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  • An dieser Stelle in Paris wurde heute Vormittag der Seat der Attentäter gefunden. (AFP)

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  • Der Freizeitpark Disneyland Paris bleibt bis zum Dienstag geschlossen. Dies sei Teil der dreitägigen Staatstrauer in Frankreich, erklärte Euro-Disney-Chef Tom Wolber auf der Internetseite des Parks. "Wir trauern um diejenigen, die wir durch die schrecklichen Anschläge in Paris verloren haben", ergänzte er.
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  • Bei der Anti-Terror-Razzia im Brüsseler Stadtteil Molenbeek sind nach Angaben der Bürgermeisterin insgesamt fünf Personen festgenommen worden. "Es ist anzunehmen, dass es sich um ein Netzwerk handelt", sagte Françoise Schepmans am Sontag dem Rundfunksender RTBF. Nähere Informationen gab sie allerdings nicht.

    Die Staatsanwaltschaft hatte am Vorabend nach einer großen Polizeiaktion in Molenbeek bestätigt, dass eine Spur der Attentäter von Paris nach Belgien führt und von mehreren Festnahmen gesprochen. Die Ermittler verwiesen darauf, dass die Pariser Behörden in vier konkreten Fällen in Brüssel um Amtshilfe gebeten hätten. Unter anderem sei es dabei um Informationen zu einem in Belgien angemeldeten Mietwagen gegangen, der in der Nähe der Pariser Konzerthalle "Bataclan" gefunden worden war.
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  • In Brüssel wurde für 20. November ein Krisentreffen der EU-Innen- und Justizminister. anberaumt, auf ausdrücklichen Wunsch Frankreichs. Dort soll es um eine Umsetzung verschärfter Sicherheitsmaßnahmen gehen, vor allem auch um (temporäre) Änderungen am Schengen-System, hieß es aus Brüssel. Die Sitzung wird genau eine Woche nach den Anschlägen stattfinden.
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  • Die Eagles of Death Metal, jene Band, die während der Terrornschläge von Paris in der Konzerthalle Bataclan gespielt hatte, brach nach dem Tod eines Crewmitglieds ihre Europatournee ab. Alle Auftritte der kalifornischen Band, auch der bereits ausverkaufte am 30. November in der Wiener Arena, wurden abgesagt.


    Ein britisches Crew-Mitglied der Band wurde bei dem Angriff getötet, wie ein Vertrauter der Band mitteilte. Bei ihrem Auftritt im Bataclan waren die Musiker bei ihrem sechsten Song angekommen, als die ersten Schüsse fielen, wie Michael Dorio, der Bruder des Schlagzeugers Julian Dorio, sagte. Die Schüsse aus den Schnellfeuergewehren seien "so laut gewesen, dass sie die Band übertönten". Die Attentäter hätten "auf alles und jeden geschossen".

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  • Auch in Kathmandu, Nepal, wurde eine Mahnwache für die Opfer des Terrors von Paris abgehalten. (Foto: Reuters)

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  • In dem den Attentätern als Fluchtauto zugeordneten Seat, der Sonntagvormittag in Paris gefunden wurde, hat man nach Berichten der Zeitung Libération nicht nur mehrere Kalaschnikow-Gewehre entdeckt, sondern auch fünf volle und elf leere Magazine.
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  • BREAKING: Belgian official says 7 people detained in all in Belgium linked to the Paris attacks.
  • Der Sprengstoff, den die Pariser Attentäter für ihre Gürtel verwendeten, wurde aus Komponenten gemixt, die zum Beispiel in Baumärkten frei erhältlich sind. Es handelt sich um ein Gemisch aus Schwefelsäure, Wasserstoffperoxid und Aceton, genannt Triacetontriperoxid (TATP). Dieses TATP ist in sehr kraftvoller, zugleich aber instabiler Sprengstoff, der in den veragenen Jahren öfter bei Terroranschlägen verwendet wurde, so etwa von jenen Selbstmordattentätern, die sich am 7. Juli 2005 in Londoner Pendlerzügen in die Luft sprengten und 56 Menschen mit in den Tod rissen.

    Die TATP-Sprengstoffgürtel der Pariser Attentäter waren nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft mit  Batterien, einem Druckknopf-Auslöser und Schrauben ausgestattet, um eine noch verheerendere Wirkung zu erzielen.

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  • +++ Belgisches Fernsehen: Zwei der Attentäter von Paris kamen aus Brüssel +++ 
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  • Laut französischen Medienberichten ist die Polizei weiter auf der Suche nach einem Mann, der in die Anschläge vom Freitag involviert sein soll. Der Sender BFM TV berichtet unter Berufung auf die Polizei, dass es sich dabei um einen französischen Staatsbürger handelt. Er sei weder unter den sieben toten Attentätern noch unter jenen sieben Personen, die in Belgien in Zusammenhang mit den Anschlägen bisher festgenommen wurden. Über den Grad seiner möglichen Mittäterschaft ist nichts bekannt.

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